Am sechsten Spieltag der Bezirksliga baute die 1.Mannschaft des VfB Wissen ihre makellose Serie aus und steht mit nun 18 Punkten und 30:6 Toren weiter an der Tabellenspitze. Der 4:0-Heimerfolg über den SV Windhagen war das Ergebnis einer starken und konzentrierten Leistung und stand nie in Frage. Wie schon mehrfach in dieser Saison lag die Mannschaft von Trainer Dirk Hannappel nach früher Führung bereits zur Pause vorentscheidend vorne.
Unten: Schiedsrichter Jan Schmidt aus Rübenach mit den beiden Mannschaftskapitänen Lukas Litschel und Tahsin Kandemir.
Bisher hatte der VfB in dieser Saison in Meisterschaft und Rheinlandpokal 36 Pflichtspieltore erzielt. Mit Til Cordes, Leandro Fünfsinn, Felix Arndt und Luca Lutz fehlten beim Anpfiff gegen Windhagen vier Spieler, die für 23 dieser 36 Treffer verantwortlich waren. Trotzdem sprang wieder ein klarer Sieg heraus. Dirk Hannappel: „Wir sollten nicht über die reden, die nicht da sind, sondern vor allem über die, die auf dem Platz gestanden und ihre Leistung gezeigt haben.“
Von Beginn an spielte sich das Geschehen fast ausschließlich vor dem Tor der Gäste ab.
Im Ergebnis drückte sich die gute Leistung und der von Beginn an dominante Auftritt erstmals nach 19 Minuten aus. Eine Hereingabe von Lukas Becher setzte Jannik Krämer aus 10 Metern per Direktabnahme in die Maschen. Philipp Weber baute die Wissener Führung durch einen perfekten Schlenzer vom Strafraumeck auf 2:0 (31.) aus. Und noch vor dem Seitenwechsel fiel schon der dritte VfB-Treffer, mit dem das bis dahin einseitige Spiel fast schon entschieden war.
Diese Hereingabe von Lukas Becher führte zum 1:0. Unten dankt Torschütze Jannik Krämer dem Vorbereiter.
Nachdem Gästekeeper Max Schuster den Rückpass eines SV-Verteidigers regelwidrig mit der Hand aufgenommen hatte, gab es indirekten Freistoß für den VfB. Jacov Jancek reagierte am schnellsten und legte den Ball für Hüseyin Samurkas quer, der ihn zum 3:0 (39.) ins Netz jagte. Kurz vor der Pause hatten die Windhagener dann ihre beste Chance, als ein Freistoß aus 17 Metern nur die Latte des von Lukas Litschel gehüteten Tores traf.
Hier kann Torwart Schuster vor Hüseyin Samurkas klären, doch kurz darauf führte sein Regelverstoß zum 3:0.
Gegen Windhagen bestritt “Hüs” sein 150. Pflichtspiel im Trikot der 1. VfB-Mannschaft. Herzlichen Glückwunsch !
Auch der einzige Treffer im zweiten Abschnitt fiel nach einem ruhenden Ball: Ertugrul Tuysuz, der nach 28 Minuten noch knapp gescheitert war, verwandelte einen Freistoß aus gut 20 Metern sehenswert ins linke Eck zum 4:0 (72.). Damit hatte der VfB Gelegenheit, es im Hinblick auf die in den nächsten Wochen anstehenden Aufgaben ruhiger angehen zu lassen, wenngleich die Chancendichte bis in die Schlussphase hinein hoch blieb.
Vorbereiter beim 3:0: Jakov Jancek.
Ertugrul Tuysuz (ganz links) erzielte per Freistoß den vierten VfB-Treffer.
Die beiden kommenden Wochen bescheren mit den Partien in Guckheim und gegen Hundsangen zwei schwere Gegner. Dabei könnte helfen, dass von den aktuell ausgefallenen und angeschlagenen Spielern zumindest Felix Arndt und Julian Wienold auf dem Weg der Genesung sind und am Samstag gegen Windhagen am Ende noch zu einem Kurzeinsatz kamen.
Marius Wagner hatte reichlich Gelegenheit, sich in die Offensive einzuschalten.
VfB-Trainer Dirk Hannappel zum Spiel: „Letzte Woche habe ich schon gedacht, die vielen Umstellungen könnten uns Probleme machen. Dann kamen in dieser Woche noch zwei Ausfälle dazu und wir sind heute komplett ohne unsere Stammbesetzung im Sturm angetreten. Trotzdem haben wir uns mit technisch sauberem Fußball viele Chancen erspielt und auch zu den richtigen Zeitpunkten getroffen.“
Dreimal Philipp Weber am Ball. Er erzielte nach einer guten halben Stunde das 2:0.
„Wir hätten in der zweiten Halbzeit sicher noch ein paar mehr Tore schießen können, aber ich bin rundum zufrieden. Natürlich wünscht man sich als Trainer oder Zuschauer dann das fünfte oder sechste Tor, aber es gibt wirklich nichts zu kritisieren. Die Zweikampfbilanz war heute absolut top. Wer gut arbeitet, wird belohnt – und wir arbeiten weiter. Ich glaube aber nicht, dass wir schon am Limit sind. Da kommt noch mehr.“
Lukas Becher hat die Marke von 200 Spielen für den VfB schon im Frühjahr hinter sich gelassen.
Die VfB-Aufstellung gegen Windhagen: Lukas Litschel. Paul Christian (63. Steven Winzenburg), Tim Leidig (85. Julian Wienold), Marius Wagner (62. Jerome Neuhoff) Mustafa Tuysuz, Philipp Weber, Jannik Krämer, Lukas Becher, Jakov Jancek (56. Tom Pirsljin), Ertugrul Tuysuz, Hüseyin Samurkas (85. Felix Arndt). Zuschauer: 165. Schiedsrichter: Jan Schmidt (Rübenach).
Tim Leidig hatte nach Eckbällen einige gute Kopfballchancen.
