Ein frohes Wiedersehen mit Hans-Peter Hüsch

Der klare 3:0-Heimsieg der 2.Mannschaft am vergangenen Sonntag brachte nicht nur drei Punkte, sondern war auch aus anderem Grund sehr erfreulich. Es gab ein frohes Wiedersehen mit Hans-Peter Hüsch, der vor gut vierzig Jahren zur Stammbesetzung der VfB-Elf gehörte, die nicht nur zu den Spitzenteams der Rheinlandliga gehörte, sondern sich auch gleich zwei mal für den DFB-Pokal qualifizieren konnte. Die Zahl der heimischen Fußballer, die drei Einsätze im DFB-Pokal aufweisen, dürfte so groß nicht sein …

Karriere-Highlight: Hans-Peter Hüsch (ganz rechts) auf dem Weg zum Anstoß beim Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 29.August 1982.

Hans-Peter kam im Somer 1979 als 20-Jähriger von seinem Heimatverein SG Elkenroth-Neunkhausen, wo er auch die Jugendmannschaften durchlaufen hatte, zum VfB. Gleich in der ersten Saison eroberte der vielseitig einsetzbare Defensivakteur einen Stammplatz in der Wissener Elf, die nach dem vierten Platz in den Folgejahren Rang 3 und Rang 2 in der Rheinlandliga erobern konnte.

Szene aus einem Hartplatz-Heimspiel gegen den SV Maischeid, Hans-Peter Hüsch (Nr.4) steigt am höchsten.

Die ganze Familie Hüsch war fußballbegeistert. Sein Vater war langjähriger Jugendleiter in Neunkhausen, seine Mutter fehlte auch in Wissen bei kaum einem Spiel. Hans-Peter, stattliche 1,92 groß, glänzte mit seiner Kopfballstärke auch als Torschütze und kam bei seinen gut 150 Pflichtspieleinsätzen im blau-weißen Trikot zu immerhin 21 Treffern.

Torschuß bei einer Partie gegen den TuS Mayen im Mai 1984, links mit der Nr.10 Karl-Heinz Ottersbach.

1985, nach sechs sehr erfolgreichen Jahren im Dr.Grosse-Siegstadion, lockte ihn dann die Oberliga und Hans-Peter wechselte zum VfL Hamm. Das sollte sich sportlich als schwerer Fehler erweisen. Denn anstatt als Leistungsträger der VfB-Mannschaft Teil des Aufschwungs zu sein, der dem Verein 1988 die Meisterschaft in der Rheinlandliga brachte, kam er im mit Profis und Ex-Profis gespickten Kader in Hamm kaum zum Zuge. Der erfolgreichen Karriere als Trainer diverser heimischer Teams tat diese mißratene Station aber keinen Abbruch.

Die VfB-Mannschaft in der Rheinlandliga-Saison 1983-84: Hinten von links Werner Reinscheid, Frank Utsch, Hans-Peter Hüsch, Wolfgang Kohl, Thomas Kunz, Michael Stendenbach, Günter Borr und Hubert Hoffmann. Vorne von links Christoph Wagner, Michael Ferfort, Wolfgang Brenner, Axel Quast, Manfred Baldus, Jürgen Simons und Harald Schuster. Es fehlen Axel Schuster, Karl-Heinz Ottersbach, Edgar Stein, Wolfgang Weitz und Christoph Müller.

Am Sonntag war Hans-Peter Hüsch als Mitglied des Trainerstabs der Gäste vom VfB Niederdreisbach, wo sein Sohn Christian aktiv ist, mal wieder zu Gast im Dr.Grosse-Siegstadion. Einige der alten Weggefährten waren ebenfalls anwesend, und so gab es nach dem Spiel einiges zu besprechen. Besonders herzlich war das Wiedersehen mit VfB-Mitglied Willi Klein (Foto unten), der in den 80er Jahren nicht nur als Vorstandsmitglied, sondern auch als allwöchentlicher Fahrer der Mannschaft zu den Auswärtsspielen besonders engen Kontakt zu den Aktiven gehabt hatte.

Willi Klein und Hans-Peter Hüsch.