Gut eine Woche nach dem Traumstart gegen Malberg ließ die Rheinlandliga-Mannschaft des VfB Wissen auch am 2.Spieltag nichts anbrennen und setzte sich auswärts beim FSV Trier-Tarforst mit 2:1 durch. So hat das Team von Trainer Dirk Spornhauer nach zwei Spieltagen die Maximalausbeute von sechs Zählern eingefahren – und damit war nach der durchwachsenen Vorbereitung kaum zu rechnen. Zumindest bis Sonntagabend grüßt der VfB, der in Trier auf seinen dreifachen Vorwochen-Torschützen Luca Kirschbaum verzichten musste, nun von der Spitze der Rheinlandliga. Am kommenden Wochenende kommt dann Titelfavorit BC Ahrweiler nach Wissen, der am Samstag überraschend mit 2:5 gegen die SG Andernach verlor.
183 Kilometer, zwei Tore, drei Punkte – passt !
Die Gastgeber, die nach einigen Jahren im Vorderfeld der Liga in der vergangenen Runde den Abstieg nur hauchdünn vermieden hatten, erwischten auf dem Rasen in Trier-Tarforst den besseren Start. So gingen die ersten beiden Torgelegenheiten, darunter ein Lattenschuss, auf das Konto des FSV. Danach aber bekam der VfB das Spiel in den Griff. Til Cordes gelang nach 35 Minuten mit einem Freistoß-Traumtor aus 20 Metern in den Torwinkel die Wissener 1:0-Führung. Daraus wurde nur vier Minuten ein Doppelschlag, als Steven Winzenburg nach perfekter Vorarbeit von Felix Arndt auf 2:0 erhöhen konnte. Damit ging es auch in die Pause.
Dunkle Wolken am Trierer Himmel während des Spiels. (c) Foto: FSV Trier-Tarforst / André Mergener.
Auch nach Wiederanpfiff blieb der VfB zunächst am Drücker und ließ mit einem souveränen Auftritt zunächst keine Tarforster Offensivaktionen zu, verpasste bei einigen guten Chancen aber auch die Vorentscheidung. Erst ein erneuter Lattentreffer der Hausherren läutete gut 20 Minuten vor dem Abpfiff verstärkte Bemühungen des FSV ein, beim Heimauftakt zumindest einen Punkt an der Mosel zu behalten. Der VfB verlor dann auch durch die Auswechslungen von Lukas Becher (verletzt) und Justin Kirschbaum (gelb-belastet) an Stabilität. Der Anschlußtreffer zum 1:2 (86.) durch Luca Herrig kam aber zu spät, um den Wissener Erfolg noch einmal in Gefahr zu bringen.
Die VfB-Aufstellung in Tarforst: Lukas Litschel, Max Krauß, Tom Zehler, Paul Christian, Mirkan Kasikci, Philipp Weber, Steven Winzenburg, Justin Kirschbaum (61. Micha Fuchs / 89. Tom Pirsljin), Lukas Becher (59. Hüseyin Samurkas), Felix Arndt (76. Dominik Soldo), Til Cordes (85. Aimen Aslan).
Daran könnte man sich gewöhnen: VfB-Jubel nach dem Spiel.
Das Fazit von Trainer Dirk Spornhauer: “Wir waren in der ersten Viertelstunde nicht gut im Spiel und hatten Glück. Danach haben wir es aber gut gemacht und uns auch etliche Chancen erspielt. Wir haben es dann versäumt, das Sack endgültig zuzumachen und mussten in der Schlußphase nochmal richtig arbeiten, und da hat uns auch Lukas Litschel in zwei oder drei Szenen mit guten Paraden im Spiel gehalten und die drei Punkte gesichert. Am Ende war der Sieg aber hochverdient.”
