Der VfB II bleibt oben dran: Verdienter 2:1-Heimsieg gegen die SG Weitefeld

Mit einem 2:1-Heimsieg gegen die SG Weitefeld festigte die 2.Mannschaft des VfB Wissen mit nun 20 Punkten ihren vierten Platz in der Kreisliga A. Gleichzeitig wurde der Rückstand zur Spitze auf drei Punkte verkürzt, da der bisherige Tabellenführer SG Herschbach auf eigenem Platz überraschend unterlag. Den sechsten Saisonsieg verdiente sich das Team von Spielertrainer Emre Bayram durch einen starken Auftritt in der ersten Stunde des Spiels. Danach wurde es vor 130 Zuschauern dann allerdings noch einmal eng.

Kerem Sari nimmt es hier gleich mit drei Gegenspielern auf.

Die Gäste aus Weitefeld hatten im Sommer nach rund 20 Jahren Zugehörigkeit zur Bezirksliga den Abstieg in die A-Klasse zu verkraften. An eine direkte Rückkehr ist nach dem bisherigem Saisonverlauf kaum zu denken, und auch der Auftritt des Teams in Wissen war über lange Zeit nicht nur sehr defensiv, sondern auch blutleer. So hatte die VfB-Elf auf dem Hartplatz im Dr.Grosse-Siegstadion vom Anpfiff weg nicht nur ein klares Plus an Spielanteilen, sondern auch gute Chancen zur Führung. Dennis Schumacher, der diesmal den VfB-Kasten hütete, hatte abgesehen von Rückpässen während der gesamten ersten Halbzeit nur einen einzigen Ballkontakt.

Ueckes mit Schmackes: Gute Chance durch den aufgerückten Adrian Ueckerseifer.

Dennoch blieb das Spiel bis kurz vor der Pause torlos, was auch daran lag, dass mit Maik Schnell, Max Ebach und Julian Happ gleich das komplette Angriffstrio ausfiel. So musste Emre Bayram improvisieren, und das Ergebnis dieser Improvisation konnte sich sehen lassen. Hüseyin Samurkas machte auf der Position im Sturmzentrum allerhand Betrieb, und auf den Außenbahnen hatten auch Adrian Ueckerseifer und Tom Louis Siegel mangels Abwehrarbeit viel Zeit, sich in die Angriffe einzuschalten. Das VfB-Mittelfeld war klar Chef im Ring.

Sebastian Girresser am Ball.

Was bei aller Überlegenheit zunächst fehlte, war die Präzision im Abschluß. Elias Ermert im Gästetor hatte einiges zu tun und zeigte sich bei etlichen Flanken und bei einigen Schüssen aus guter Position als sicherer Rückhalt. Nach 42 Minuten aber kam er gegen den aufgerückten Mario Weitershagen zu spät, der eine von Philipp Freudenberg scharf hereingegebene Ecke per Kopf aus fünf Metern zum 1:0 ins Netz verlängerte. Einen besseren Zeitpunkt hätte es für die Führung aus Wissener Sicht nicht geben können.

Die erste Topchance brachte Mario Weitershagen noch kein Tor ….

… doch kurz darauf traf der VfB-Routinier per Kopf zum 1:0.

Mit der Führung im Rücken machte der VfB auch nach Wiederanpfiff sofort druckvoll weiter. Schon nach 47 Minuten schien das 2:0 fällig, doch Ermert lenkte einen Volleyschuß aus gut 20 Metern von Philipp Freudenberg im Zurücklaufen mit den Fingerspitzen noch über die Latte. „Freudi“ war nach dem ersten auch beim zweiten VfB-Treffer an diesem Nachmittag maßgeblich beteiligt. Er legte den Ball auf für Hüseyin Samurkas, der noch einige Meter in den Strafraum lief und den Ball dann aus halbrechter Position zum 2:0 (51.) unter die Latte jagte.

Gratulationen für den Torschützen Hüseyin Samurkas und Passgeber Philipp Freudenberg.

Schon beim nächsten Angriff hätte diesem „Tor des Monats“ das 3:0 folgen können, doch diesmal verpassten gleich mehrere Wissener Stürmer im Fünfmeterraum die Hereingabe von rechts. Zu diesem Zeitpunkt waren die Weitefelder sportlich mausetot, doch ein unglückliches Eigentor hauchte der SG wieder neues Leben ein. Marlon Schumacher, der diesmal als Mannschaftskapitän agierte, fälschte nach 59 Minuten eine flache Hereingabe von der linken Seite ins lange Eck ab. Und dieses Gegentor aus heiterem Himmel sollte den Charakter des Spiels komplett ändern.

An Keeper Elias Ermert lag es nicht, dass die Weitefelder mit leeren Händen nach Hause fuhren.

Die Gäste zeigten nun unverhofft ihre spielerischen Qualitäten und übernahmen das Kommando. Der VfB wurde mit zunehmender Spielzeit immer mehr in die eigene Hälfte zurückgedrängt und lauerte auf Konter, die aber nur punktuell Entlastung brachten. Vor allen Dingen in der Schlußviertelstunde hatte der VfB dann einige heikle Situationen zu überstehen, bei denen der Ausgleich durchaus möglich war. Ein Kopfball nach einer der nun zahlreichen Ecken der Gäste strich knapp am Pfosten vorbei, zweimal verhinderte Dennis Schumacher mit guten Paraden das 2:2.

Links Hüseyin Samurkas, mit der Nr.11 Sebastian Girresser.

Der Platz, der sich gegen die weit aufgerückte Gästeabwehr nun bot, wurde vom VfB bei seinen Kontern nicht ausreichend genutzt. Letztlich kam die Drangphase der Weitefelder aber zu spät. Die Gäste werden sich fragen, was möglich gewesen wäre, wenn sie in diesem Spiel früher die Initiative ergriffen hätten.  So stand am Ende ein gemessen an den gesamten 90 Minuten hochverdienter, wenn auch knapper Sieg. Schiedsrichter Bernd Kirchner agierte gewohnt souverän und hatte die vorbildlich faire Partie sicher im Griff.

Manöverkritik von Emre Bayram, rechts Dennis Schumacher.

Das Fazit von Spielertrainer Emre Bayram: „Wir sind gut gestartet und haben in der ersten Halbzeit die totale Kontrolle über das Spiel gehabt. Die Führung war überfällig und verdient. Wir kommen auch gut aus der Kabine raus und legen mit dem 2:0 sofort nach. Wir hatten bis dahin alles im Griff und es kamen keinerlei gefährliche Aktionen vom Gegner. Und dann kriegen wir so einen unnötigen Gegentreffer und werden unnötig hektisch. In den letzten 15 Minuten haben wir uns zu sehr in die Abwehr drücken lassen. Wir haben aber gegen den Dauerdruck gut verteidigt und am Ende verdient die drei Punkte geholt.“

Gut gemacht, Jungs !

Die VfB-Aufstellung gegen Weitefeld: Dennis Schumacher, Adrian Ueckerseifer, Mario Weitershagen, Marlon Schumacher, Tom Louis Siegel (86. Lorenz Klein), Emre Bayram, Kerem Sari (84. Lukas Klein), Sebastian Girresser (72. Alexander Mildenberger), Philipp Freudenberg (77. Dennis Ferfort), Pascal Freudenberg (90. André Schneider), Hüseyin Samurkas.