Am Samstag erwartet die Rheinlandliga-Mannschaft des VfB Wissen auf eigenem Platz den FC Bitburg, der nunmehr schon seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu den regelmäßigen Gästen im Dr.Grosse-Siegstadion gehört. Die Bitburger sind durchwachsen in die Runde gestartet und belegen mit 3 Siegen, 4 Remis und 4 Niederlagen aktuell den elften Tabellenplatz. Zuletzt gab es zwei Niederlagen in Folge, und auch Goalgetter Joshua Bierbrauer ist mit bisher vier Saisontoren noch nicht wie gewohnt in die Saison gestartet.
Tom Zehler gegen Bitburgs Kevin Fuchs beim letzten Duell im April 2025.
Mit einem durchwachsenen Start wäre der VfB hingegen sicher sehr zufrieden gewesen, doch die bislang errungen sechs Punkte reichen nur für den vorletzten Rang. Dabei waren die Leistungen oft deutlich besser als die Ergebnisse, doch die chronische Abschlußschwäche (9 Tore in 11 Spielen) verhinderte eine erfreulichere Ausbeute. Erfolgserlebnisse in den bis zur Winterpause noch folgenden acht Partien wären aber extrem wichtig, um den aktuell vier Punkte betragenden Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht weiter anwachsen zu lassen.
Felix Arndt wird gegen Bitburg noch fehlen, bald aber ins Team zurückkehren.
Vergessen sollte man bei der Beurteilung der aktuellen Situation allerdings nicht die personellen Voraussetzungen, mit denen der VfB schon seit Wochen kämpft. Im Juni feierte man durch das 4:2 in der Relegation gegen Schweich den Klassenerhalt. Von der damaligen Startelf standen Trainer Emre Bayram, obwohl keiner aus der Elf den Verein verließ, am Samstag beim 0:4 in Andernach nur fünf Akteure zur Verfügung. Auch drei der vier gegen Schweich eingewechselten Spieler fehlten, in Summe also 9 von 15. Auch Offensiv-Neuzugang Jakov Jancek muss seit Wochen verletzungsbedingt zuschauen. Das ist in Summe schlichtweg nicht völlig zu kompensieren.
Emre Bayram (Nr.9): Im April gegen Bitburg auf dem Platz, am Samstag auf der Trainerbank.
Die acht jungen Neuzugänge zu Saisonbeginn haben den Kader nicht nur quantitativ, sondern auch qualititativ verstärkt, das zeigen die bisherigen Auftritte. Man darf aber von 18- und 19-Jährigen in ihrem ersten Seniorenjahr nicht erwarten, dass sie aus dem Stand zu Führungsspielern werden und die dezimierte und deshalb fast jede Woche neuformierte Mannschaft alleine tragen können. Die Hoffnung besteht nun vor allem in der Rückkehr einiger der erfahrenen Spieler, die mit Ausnahme von Lukas Becher und Steven Winzenburg in den kommenden Wochen erwartet werden kann. Ebenso hofft die junge Truppe auf die Unterstützung der blau-weißen Fans.