Rheinlandliga: Der VfB lässt nicht locker – Wichtiger 2:0-Heimsieg gegen Kirchberg

Im Rheinlandliga-Heimspiel gegen den TuS Kirchberg kam der VfB Wissen am Sonntag zum dringend benötigten Sieg und konnte so den Abstand auf das rettende Ufer 13 Spieltage vor Saisonschluss auf neun Punkte verkürzen. Eine Woche nach der bitteren Niederlage in Laubach fuhr das Team von Marco Weller auf dem Hartplatz im Dr.Grosse-Siegstadion hochverdient die drei Zähler ein und hätte bei besserer Chancenverwertung in der Endphase auch noch höher gewinnen können.

Schiedsrichter Torben Ebeling mit seinen beiden Assistenten Daniel Kamnitzer und Aaron Zimmer. Wie schon in den erfolgreich bestrittenen Testspielen in der Winter-Vorbereitung war es auch diesmal Neuzugang Leandro Fünfsinn, der mit seinem Treffer zum 1:0 (34.) kurz vor der Pause den Dosenöffner spielte. Nach einer scharfen Hereingabe von Felix Arndt stand er am Fünfmetereck goldrichtig und setzte den Ball in einer bis dahin eher chancenarmen Partie per Direktabnahme zur Wissener Führung ins Netz. Marius Wagner am Ball.Philipp Weber hatte unmittelbar nach dem Wiederanpfiff mit zwei Schüssen von der Strafraumgrenze die Vorentscheidung auf dem Fuß. Einmal zielte er knapp links vorbei, einmal konnte der Gästekeeper den scharf geschossenen Ball mit den Fingerspitzen noch an den rechten Innenpfosten lenken, von wo er ins Feld zurücksprang. Auf der anderen Seite stand die Wissener Deckung sicher und ließ keine nennenswerten TuS-Chancen zu.  Philipp Weber (Nr.6) hatte zweimal das 2:0 auf dem Fuß.Vor knapp 200 Zuschauern bei sonnigem Frühlingswetter machte der erst kurz zuvor eingewechselte Branco Petrovic mit dem 2:0 (76.) eine Viertelstunde vor Schluss endgültig den Deckel drauf. Leandro Fünfsinn hatte aufgelegt, der 19-Jährige Petrovic traf mit einem halbhohen Schrägschuss zum Endstand ins lange Eck. In den verbleibenden Minuten boten sich dann etliche weitere Gelegenheiten, das Ergebnis noch wesentlich deutlicher zu gestalten. 35 Minuten lang gelang es den Kirchbergern mit vereinten Kräften, Leandro Fünfsinn vom eigenen Tor fernzuhalten … Leider wurde die Freude über den Sieg durch erneutes Verletzungspech getrübt, dass dem VfB ja schon in der gesamten Saison ein treuer Begleiter ist und das letztlich einen nicht unerheblichen Anteil am aktuellen Tabellenbild hat. Schon am Samstag zog sich Til Cordes bei einem Arbeitsunfall eine Handverletzung zu. Im Spiel erwischte es dann Felix Arndt, der sich ohne Fremdverschulden verletzte und Ausscheiden musste. Die Ausfallzeiten beider Stammkräfte sind noch offen. … doch dann führte eine Koproduktion mit Felix Arndt zum 1:0.Das Fazit von VfB-Trainer Marco Weller: „Die erste Hälfte war nicht optimal, da gab es noch einiges im Spielaufbau zu verbessern. Wir sind zu selten in die gefährliche Zone gekommen.  In der zweiten Halbzeit haben wir dann genau die Sachen umsetzen können, die in der Pause besprochen wurden. Wir haben viele zweite Bälle geholt, haben Kontrolle über das Spiel gewonnen und auch unsere Angriffe besser ausgespielt.“ Mustafa Tuysuz (links) schüttelt seine Verfolger ab.„Die Chancen kamen mit der Steigerung dann ja regelmäßig und das zweite Tor war überfällig. Eigentlich hätten wir nach dem 2:0 dann noch mindestens drei Tore machen müssen, wobei ich natürlich auch so mit dem Ergebnis zufrieden sein kann. Wir haben den Sieg recht souverän eingefahren, das hat mir gut gefallen.“  Gästecoach  Selim Denguezli erkannte die Niederlage an: „Es war für uns das erwartet schwere Spiel. Die Platzverhältnisse auf dem ungewohnten Hartplatz hat der VfB besser angenommen als wir. Also geht der Sieg in Ordnung.“Zweimal Max Krauß: Einmal am rechten Flügel, einmal in der Mitte.Der Blick auf die anderen Resultate in der Abstiegszone erübrigt sich, denn am Ende werden schlichtweg knapp 40 Punkte nötig sein, um auch im vierzigsten Rheinlandliga-Jahr des VfB den Klassenerhalt zu sichern. Dass das mehr als schwierig wird, ist angesichts der bisherigen Ausbeute offensichtlich. Dafür, dass es aber auch nicht unmöglich erscheint, lieferte der beherzte und konzentrierte Auftritt gegen Kirchberg einige Argumente.Luis Schneider am Ball.

Schiedsrichter Torben Ebeling aus dem hessischen Fußballverband war mit seinen beiden Assistenten Daniel Kamnitzer und Aaron Zimmer erstmals in Wissen zu Gast und leitete die faire Begegnung souverän und ohne Probleme. Hoffen wir, dass er bei seinem nächsten Besuch an der Sieg dann nicht mehr rote Asche, sondern einen bespielbaren Rasenplatz und einen grünen Kunstrasen vorfindet.Getümmel am Kirchberger Strafraum.

Die VfB-Aufstellung gegen Kirchberg: Lukas Litschel, Max Krauß, Tom Prisljin, Tim Leidig, Marius Wagner (86. Tom Zehler), Philipp Weber, Lukas Becher, Mustafa Tuysuz (74. Branco Petrovic), Luis Schneider (81. Sergio Zules Muriel), Felix Arndt (66. Armando Grau), Leandro Fünfsinn (88. Micha Fuchs). Schiedsrichter: Torben Ebeling (Eltville). Zuschauer: 195. Und schon wieder Verletzungspech: Til Cordes (oben mit Gips) und Felix Arndt (unten, Nr.11) drohen nun auszufallen.