112 Jahre alt musste der VfB werden, um mit seiner ersten Mannschaft in einem Pflichtspiel erstmals zweistellig zu verlieren – zumindest findet sich in den verfügbaren Unterlagen aus der Chronik keine vergleichbare Klatsche. Die beispiellose Personalmisere hat ihren Teil zum Ergebnis beigetragen, und trotzdem sind sich alle Beteiligten auf und neben dem Platz einig, dass die Restsaison unter anderen Vorzeichen laufen und nicht nur respektable Ergebnisse, sondern auch noch einige Siege bringen soll. Natürlich war das Spiel in Schneifel auch beim Dienstagstraining in der Kabine ein Thema, und als erste Reaktion wird das Team sich mit einer Spende aus der Mannschaftskasse am VfB-Eigenanteil des Stadionprojekts beteiligen.
Til Cordes (links), Philip Weber (hinten) und Tom Zehler im Heimspiel gegen Hochwald.
Die Reaktion auf dem Spielfeld soll folgen, und die erste Gelegenheit dazu ergibt sich am kommenden Sonntag ab 16 Uhr im Heimspiel gegen die SG 99 Andernach. Die Gäste vom Rhein behaupten sich seit Jahren im Mittelfeld der Rheinlandliga und haben auch in der laufenden Runde mit den bisher errungenen 42 Punkten längst die weitere Zugehörigkeit gesichert. Die Mannschaft von VfB-Trainer Marco Weller könnte mit einem Heimsieg den letzten Tabellenplatz endlich verlassen – auch wenn von den verletzten Akteuren bis zum Wochenende kaum jemand in den Kader zurückkehren wird. Ein versöhnlicher Ausklang der Saison wäre auch im Hinblick auf das kommende Spieljahr wichtig, für das die personellen Planungen im bestehenden Kader wie auch hinsichtlich der Neuzugänge einen erfreulichen Verlauf nehmen.
Augen zu und durch: Lukas Becher. (-c- Fotos: balu / Manfred Böhmer)