Auch im vierten Spiel in Folge blieb die 2.Mannschaft des VfB Wissen ohne Punkte. Beim bisherigen Tabellennachbarn SG Neitersen / Altenkirchen gab es eine 1:3-Niederlage, und erneut lag das Team schon in der Anfangsphase entscheidend im Rückstand. Damit entscheidet sich die Frage, wer neben Atzelgift und Hamm dritter Absteiger aus der Kreisliga A wird, nur noch zwischen dem VfB II und den Sportfreunden Schönstein.
Um 15 Uhr führte Schiedsrichter Janik Ferger die beiden Mannschaften aufs Feld …
… und um 15:04 Uhr stand es nach diesem Freistoß schon 1:0.
Der Ortsnachbar konnte gegen den Tabellenzweiten SG Rennerod nach zwischenzeitlicher 2:0-Führung zumindest einen Punkt holen und so den Abstand zum VfB auf fünf Punkte verkürzen. Am kommenden Sonntag kommt es zum Showdown im Wissener Dr.Grosse-Siegstadion. Die Ausgangslage vor dem drittletzten Spieltag ist klar: Mit einem Heimsieg gegen die Sportfreunde hat unsere Mannschaft den Klassenerhalt sicher, ein Unentschieden oder ein Schönsteiner Dreier vertagt die Entscheidung.
Zweimal Julian Happ in Aktion.
Die Geschichte des Spiels auf dem Kunstrasen in Neitersen ist insofern schnell erzählt, weil die Vorentscheidung nach einer katastrophalen Startphase des VfB schon nach 9 Minuten gefallen war. Fast alle Zweikämpfe gingen verloren, längerer Ballbesitz kam kaum zustande und die Abwehr war offen wie das berühmte Scheunentor. Schon in der vierten Spielminute schlug ein Freistoß von der Strafraumgrenze zum 1:0 im linken unteren Eck des Wissener Tores ein.
Die VfB-Angreifer (hier Maik Schnell) konnten sich bis zur Pause kaum durchsetzen.
Fünf Minuten später ließ sich der VfB nach einer eigenen Ecke kalt erwischen, weil jegliche Absicherung nach hinten fehlte und der Konter der Hausherren fast ungehindert mit dem 2:0 endete. Ob der Foulelfmeter, den Julian Happ nach einem Foul an ihm selbst kurz darauf verschoß, eine Wende hätte bringen können, ist fraglich, denn weiterhin hatte Neitersen die besseren Chancen, auch wenn sich die Bayram-Elf nun mehr Spielanteile erobern konnte.
Neitersens Schlußmann Redel war bei seiner Abwehr des Elfmeters von Julian Happ schon weit vor der Torlinie, doch der unplatzierte Schuß wäre auch regelkonform wohl haltbar gewesen.
Zwei gute Chancen von Simon Ebach und Hüseyin Samurkas blieben ungenutzt, auf den Gegenseite landete ein Ball gegen Ende der ersten Halbzeit am Pfosten. Das Pausenresultat ging deshalb absolut in Ordnung. Immerhin zeigte die VfB-Elf wie in fast jedem der letzten Spiele nach dem Wiederanpfiff eine deutliche Leistungssteigerung und hatte nun viel Ballbesitz, ohne das daraus allzu viel Torgefahr entstanden wäre.
Viele Wissener Flanken landeten vor dem Neiterser Tor – die Hausherren konnten aber immer klären.
Im Gegenteil: Neitersen blieb bei seinen Kontern gefährlicher und Dennis Schumacher im VfB-Tor verhinderte mehrfach das 3:0, das dann nach 69 Minuten dennoch fiel. Da Pascal Freudenberg schon kurz darauf mit einem fulminanten Freistoß auf 3:1 verkürzte (71.) und die Gastgeber nun dem hohen Tempo der ersten Halbzeit Tribut zollen mussten, blieb die Hoffnung auf einen Punktgewinn lebendig.
Pascal Freudenberg (Nr.9) erzielte den einzigen Wissener Treffer.
Die Schlussviertelstunde, die die SG nach einer gelb-roten Karte in Unterzahl bestreiten musste, brachte dann noch einmal Wissener Powerplay, aber abgesehen von einem zurecht aberkannten Abseitstreffer von Simon Ebach wenig echte Chancen und nichts Zählbares. Die Versäumnisse der ersten halben Stunde waren bei allem Einsatz nicht mehr wettzumachen und es blieb bis zum Abpfiff beim verdienten 3:1.
Auch Adrian Ueckerseifer (Nr.15) und Mario Weitershagen schalteten sich in der 2.Halbzeit immer wieder in die VfB-Angriffe ein.
Die Aufstellung des VfB II in Neitersen: Dennis Schumacher, Mario Weitershagen, Marlon Schumacher, Simon Ebach, Tom Louis Siegel (65. Adrian Ueckerseifer), Emre Bayram, Jona Heck, Julian Happ (80. Felix Beib), Hüseyin Samurkas (75. Lukas Deger), Pascal Freudenberg, Maik Schnell (59. Max Ebach). Schiedsrichter: Janik Ferger.
Dennis Schumacher sah beim 1:0 nicht gut aus, verhinderte anschließend mit einer ganzen Reihe starker Paraden aber einen höheren Rückstand.
In dieser Szene kurz vor dem Pausenpfiff hatten die Neiterser Glück, dass es nicht den zweiten Strafstoß für den VfB an diesem Nachmittag gab.