Rheinlandliga: Starkes Finale für den VfB mit 5:1-Heimsieg gegen Arzfeld

Die Aufbruchstimmung, die sich im VfB aktuell durch den Fortschritt des Stadionprojektes, die tolle Unterstützung bei dessen Finanzierung und durch die ausgesprochen erfreulichen Entwicklungen bei der Kaderplanung verbreitet, übertrug sich auch auf das letzte Heimspiel der ersten Mannschaft. Leicht und locker wurde die SG Arzfeld mit 5:1 bezwungen. In fünf der letzten sieben Spiele konnte der VfB punkten, und der Dreier am letzten Spieltag brachte in der Rheinlandliga-Abschlusstabelle noch die Verbesserung um zwei Plätze.Schiedsrichterin Antonia von Kölichen und ihre Assistenten Maik Jakima und Marc Odink hatten mit dem fairen Spiel keine Mühe. Das Torwartduo, das zusammen mit Steven Winzenburg aktuell für die Mannschaft zuständig ist, zog deshalb ein positives Fazit seiner dreiwöchigen Amtszeit. Sascha Kill: “Wir haben eine beschissene Saison richtig gut zu Ende gebracht. Die Jungs haben in den letzten Wochen toll mitgezogen und heute wie schon letzte Woche guten Fußball gespielt. Wir sind zufrieden. Es ist gut, dass wir jetzt alle in Ruhe mal abschalten können und jeder wieder einen freien Kopf bekommt. Ich denke, dass wir gestärkt in die neue Saison starten werden.”Bis zur ersten Topchance durch Til Cordes dauerte es nur drei Minuten.Oben verpasst Jacov Jancek nach dem frühen 1:0 seinen zweiten Treffer an diesem Tag.Der Kommentar von Kapitän Lukas Litschel, der nach seiner Verletzung bis zum Beginn der Sommervorbereitung wieder in den VfB-Kasten zurückkehren wird: “Wir hatten uns vor drei Wochen vorgenommen, das Jahr vernünftig abzuschliessen, egal wie schlecht die Saison insgesamt war. Das haben wir gut hinbekommen und haben auch das Ziel erreicht, uns noch auf den 16. Platz zu verbessern. Jetzt freuen wir uns alle auf die Sommerpause und aufs Wiedersehen in fünf bis sechs Wochen. Die neue Saison beginnt in jedem Fall mit einem positiven Effekt.”Micha Fuchs bestritt gegen Arzfeld sein vorerst letztes Spiel für den VfB.Der 23-jährige Angreifer war an zwei Toren direkt beteiligt und holt sich unten die Glückwünsche der Teamkollegen für die Vorarbeit zum 1:0 ab.Die Geschichte des Spiels gegen Arzfeld ist schnell erzählt, das Ergebnis drückte die Kräfteverhältnisse am Ende durchaus zutreffend aus. Dabei ließen es die Gäste, die trotz der Tabellenlage und der langen Anreise von rund 30 lautstarken und gut gelaunten Fans begleitet wurden, nicht am Engagement mangeln. Allerdings ließen die Abwehrschwächen erahnen, warum die Eifelaner die Runde mit 108 Gegentoren beendeten. Die gut aufgelegte VfB-Offensive wusste die Räume zu nutzen und spielte seine fünf Tore teilweise wunderbar heraus.Wissener Torjubel (wie hier nach dem 2:0 und 4:0) war an diesem Nachmittag eine Standardsituation.Das galt bereits für den ersten Treffer, mit dem der VfB schon nach 9 Minuten in Führung ging: Micha Fuchs legte nach einem Flügellauf quer auf den einlaufenden Jakov Jancek, der nur noch zum 1:0 einzuschieben brauchte. Jancek hatte kurz darauf auch das 2:0 auf dem Fuß, verfehlte aber mit seiner Direktabnahme nach Flanke von Tom Zehler knapp. Weitere Chancen hätten eine vorzeitige Entscheidung bringen können, die dann mit einem Doppelschlag unmittelbar vor und nach der Pause fällig war.Oben passt Felix Arndt auf Til Cordes, unten ist es umgekehrt.

Zunächst traf Felix Arndt nach Vorarbeit von Jakov Jancek zum 2:0 (44.), dann köpfte der eingewechselte Kerem Sari nach einer Flanke von Til Cordes zum 3:0 (47.) ein. Gästetrainer Florian Moos war frustriert: „Das war bis dahin einfach schlecht von uns. Wir waren in der ersten Halbzeit überhaupt nicht auf dem Platz, haben unnötig Bälle verloren und uns dumm angestellt. Mit dem dritten Gegentor kurz nach der Pause war die Messe dann schon gelesen.” Nach dem 3:0 verlief die faire Partie verteilter.Offensivaktionen der Gäste waren bis zur Pause Mangelware. Philipp Weber am Ball.

Das schönste Tor des Tages erzielte Til Cordes nit einem Lupfer über den Keeper aus gut 30 Metern (54.). Ähnlich sehenswert war das 5:0 (70.) durch Felix Arndt nach einer tollen Flachpass-Kombination über Micha Fuchs und Til Cordes. Zwischen beiden Treffern lag noch ein von Marvin Scherreiks parierter Foulelfmeter. Die Gäste kamen aber eine Viertelstunde vor Schluss schließlich doch noch zum verdienten Ehrentreffer, der vom mitgereisten Anhang frenetisch gefeiert wurde. Man darf den Fans wünschen, dass es im kommenden Jahr in der Bezirksliga mehr zu bejubeln gibt – und das gilt auch im Dr.Grosse-Siegstadion.Die abgelaufene Saison war für Paul Christian (mit dem Kopf am Ball) von Verletzungen geprägt. Nun ist er wieder fit und das Team kann wieder auf seine Kopfballstärke bauen. Lukas Becher gegen die Arzfelder Johannes Lempges (Nr.6) und Robin Antony.

So schloss der VfB Wissen seine 40.Saison in der Rheinlandliga (!) auf Rang 16 ab. Kuriosum am Rand: Mit 44 Treffern gab es nur ein eigenes Tor weniger als in der vergangenen Runde – allerdings kassierte man diesmal fast 30 Gegentore mehr. Ein direkter Wiederaufstieg ist kaum planbar, wie die Beispiele vieler anderer namhafter Absteiger der letzten Jahre zeigten (Mayen, Metternich, Salmrohr, Montabaur etc.). Allerdings besteht angesichts des sich abzeichnenden Kaders durchaus die Hoffnung, in der Bezirksliga 2026 / 27 eine gute Rolle spielen zu können.Felix Arndt im Duell mit Gästespieler Bastian Propson.In den Schlußminuten kam Verteidiger Marius Wagner (2.v.r.) noch zu einem Einsatz im VfB-Tor.

Die VfB-Aufstellung gegen Arzfeld: Marvin Scherreiks (88. Marius Wagner), Branco Petrovic, Paul Christian, Tim Leidig, Tom Zehler (83. Emre Bayram), Philipp Weber, Lukas Becher, Felix Arndt (79. Maik Schnell), Micha Fuchs (74. Mustafa Tuysuz), Til Cordes, Jacov Jancek (46. Kerem Sari). Schiedsrichterin: Antonia von Kölichen aus Rheinbreitbach. Zuschauer: 125. Tore: 1:0 Jakov Jancek (9.), 2:0 Felix Arndt (44.), 3:0 Ahmet Keren Sari (47.), 4:0 Til Cordes (54.), 5:0 Felix Arndt (70.), 5:1 Martin Schmitz (75.).

Maik Schnell (Mitte, hier mit Philipp Weber), der Kapitän unserer Zweiten, kam zu seinem 163. Pflichtspieleinsatz in der 1.Mannschaft – man sollte nicht darauf wetten, dass es der letzte war.Ein Siegerbier für Til Cordes und Felix Arndt.