Auch am dritten Spieltag der Bezirksliga Ost kam der VfB Wissen zu einem klaren Sieg und baute seine Bilanz auf 17:4 Tore aus. Beim TuS Burgschwalbach legte die Mannschaft von Trainer Dirk Hannappel schon in der Anfangsphase mit drei schnellen Treffern den Grundstein für den ungefährdeten Sieg und traf auch zu Beginn des 2.Abschnitts doppelt. Der Gegner konnte zwar am Ende noch Ergebniskosmetik betreiben, war aber imsgesamt in jeder Hinsicht klar unterlegen. Fünf der Wissener Tore beim 6:2 im Rhein-Lahn-Kreis gingen auf das Konto von Leandro Fünfsinn.
Der VfB-Goalgetter tauchte schon nach nicht einmal 60 Sekunden frei vor TuS-Keeper Edelhoff auf, der durch mutiges Herauslaufen klären konnte. Kurz darauf war er aber machtlos, als der Volleyschuss von Lukas Becher aus halblinker Position zum 0:1 (4.) im langen Ecke einschlug. Die Abwehr der Hausherren hatte dem Wissener Kombinationsfußball in dieser Phase nichts entgegen zu setzen, sodass es nur weitere drei Minuten dauerte, ehe der wunderbar freigespielte Leandro Fünfsinn den Ball zum 0:2 (7.) am Keeper vorbeispitzelte.
Der Schuss zum 0:1 durch Lukas Becher (oben) – und der Glückwunsch von Leandro Fünfsinn.
Das dritte Tor nach nicht einmal einer Viertelstunde entstand nach einer von Jakov Jancek getretenen Ecke von der rechten Seite. Julian Wienold verlängerte den Ball, Leandro Fünfsinn war zur Stelle und staubte aus kurzer Distanz zum 0:3 (14.) ab. Bis zur Pause blieb es bei diesem Resultat, wobei sich an der Einseitigkeit des Geschehens wenig änderte. Nach dem Wiederanpfiff des souveränen Schiedsrichtes Maik Jakima aus Neuwied wiederholte sich dann aus Sicht der Heimelf das Debakel aus der ersten Halbzeit.
Die erste Chance (oben) nach 45 Sekunden konnte der TuS-Keeper noch vereiteln, kurz später aber war er gegen Leandro Fünfsinn machtlos (unten)
Erneut fielen innerhalb von nur vier Minuten zwei Wissener Treffer. Sowohl beim 0:4 (47.) als auch beim 0:5 (49.) profitierte Leandro Fünfsinn nach schnellen Angriffen über links von den punktgenauen Querpässen seiner Teamkollegen. Nach seinem fünften Tor an diesem Nachmittag (68.) durfte sich der 26-jährige Angreifer für die bevorstehenden Aufgaben schonen, ohne dass darunter der Torhunger seiner Elf gelitten hätte. Es fielen drei weitere Wissener Treffer, denen der Schiri aber jeweils wegen vermeintlicher Abseitsstellungen durchaus diskussionswürdig die Anerkennung verweigerte.
Aus der Szene oben entstand das Abstaubertor zum 0:3. Unten gatuliert Tom Zehler.
Wie schon in den Spielen in Horressen und gegen Müschenbach gab es dann zum Ausklang noch eine Phase mit einigen Nachlässigkeiten, die Burgschwalbachs Julian Ohlemacher zum 1:6 (77. / Foulelfmeter) und 2:6 (88.) nutzte. Aus Sicht des Burgschwalbacher Trainers änderte dies aber nichts an der Bewertung der 90 Minuten: “Wissen hat absolut verdient gewonnen. Sie waren uns in allen Belangen überlegen und haben jeden unserer Fehler gnadenlos bestraft. Wir haben leider beide Anfangsphasen komplett verschlafen.”
Jannik Krämer am Ball – oben gegen Robin Weilnau, unten gegen Tim Heimann.
VfB-Trainer Dirk Hannappel zum Spiel: „Die jeweils ersten 20 Minuten in beiden Halbzeiten waren von unserer Seite außergewöhnlich gut. Das sah nach Fußball aus und darüber bin ich glücklich. Gegen Ende wollte dann aber jeder sein eigenes Spiel machen und wir haben noch zwei wirklich doofe Tore kassiert. Davon geht angesichts des Ergebnisses die Welt nicht unter, aber das müssen wir natürlich abstellen. Wenn du auf Dauer oben bleiben willst, musst du in der Lage sein, dein Ding über 90 Minuten lang durchzuziehen.“
Dreimal Julian Wienold auf dem Weg nach vorn.
„Ob du am Ende sechs oder acht Tore machst, spielt keine Rolle – zumal wir ja noch zwei weitere reguläre Tore gemacht haben. Es ist aber jetzt schon zum dritten Mal in Folge passiert, dass wir nach einer klaren Führung die Konzentration verloren und die Laufwege nach hinten nicht mehr konsequent gemacht haben. Gegen stärkere Offensivreihen wird sich so etwas rächen und darüber werden wir reden. Für heute gilt trotzdem, dass ich mit ganz vielem zufrieden war und nur mit wenig nicht.“
Felix Arndt gegen Yahia Mohammadi (oben) und Luca Dzierzawa.
Die VfB-Aufstellung in Burgschwalbach: Lukas Litschel, Tom Zehler, Tim Leidig (69. Marius Wagner), Julian Wienold (55. Tom Pirsljin), Hüseyin Samurkas (55. Jerome Neuhoff), Philipp Weber, Jannik Krämer, Felix Arndt (55. Tuysuz), Lukas Becher, Jakov Jancek, Leandro Fünfsinn (69. Til Cordes). Schiedsrichter: Maik Jakima. Tore: 0:1 Lukas Becher (4.), 0:2, 0:3, 0:4, 0:5, 0:6 Leandro Fünfsinn (7., 14., 47., 49., 68.), 1:6, 2:6 Julian Ohlemacher (76., Foulelfmeter, 88.) . Zuschauer: 180.
Philipp Weber.
Tom Zehler.
Schon am kommenden Mittwoch (26.August) geht es für den VfB weiter. In der zweiten Runde des Rheinlandpokals gastiert man beim Aufsteiger SG Weitefeld, der ebenfalls seine drei Auftaktspiele gewann und den zweiten Tabellenplatz der Bezirksliga belegt. Damit dürfte sich dem VfB die bisher schwierigste Aufgabe der noch jungen Saison stellen, deren Bewältigung Hinweise liefern kann, was die drei ungefährdeten Siege wirklich wert sind. Der Anpfiff durch Schiedsrichter Justin Daum erfolgt auf dem Rasenplatz in Friedewald um 19:30 Uhr.