1:2 beim SSV Hattert – VfB II verschenkt die Punkte in den Schlußminuten

Der Start ins Pflichtspieljahr 2024 ging für die 2.Mannschaft gründlich schief: Beim Verfolger SSV Hattert gab es eine denkbar unglückliche und nach dem Spielverlauf auch komplett  überflüssige Niederlage. Die Hausherren bekamen die drei Punkte durch schwere Wissener Schnitzer in den letzten Minuten des schwachen Spiels förmlich auf dem Silbertablett überreicht. Am kommenden Wochenende geht es zuhause gegen den direkten Konkurrenten Atzelgift in Sachen Aufstieg bereits um die Wurst.

Auf dem Kunstrasenplatz in Mündersbach verlief die erste Halbzeit ausgesprochen zerfahren und chancenarm. Die Hausherren (bisher erst 20 Gegentore) standen in der Abwehr sehr sicher und dem vor der Winterpause so treffsicheren VfB gelang es kaum, sich offensiv in Szene zu setzen. Am nächsten kam Maik Schnell der Führung, als nach 13 Minuten sein Schuß aus rund 20 Metern an die Latte klatschte. Auf der anderen Seite war Marius Wagner im Wissener Tor nur bei Rückgaben beschäftigt, sodass der 0:0-Pausenstand dem eher tristen Spielverlauf entsprach.

Nach dem Wiederanpfiff des ausgezeichneten Referees Timo Unkel erhöhte der VfB den Druck. Die SSV-Abwehr konnte sich mehrfach nur durch zum Teil grobe Fouls helfen, die zu fünf gelben Karten führten. So fiel das 0:1 (64.) durch Maik Schnell nach einem Volleyschuß aus 14 Metern nicht unerwartet. Die Vorarbeit hatte Max Ebach mit einem perfekten Paß in die Spitze geliefert. Max hatte auch nach 72 Minuten die größte Gelegenheit, mit dem zweiten Treffer für die Vorentscheidung zu sorgen, wurde aber im Fünfmeterraum noch abgeblockt.

Der aufgerückte Simon Ebach im Kopfballduell.

Erst kurz darauf kam auch Hattert zu seiner ersten echten Chance, als Marius Wagner einen abgefälschten Freistoß von der Strafraumkante mit einer starken Parade aus dem kurzen Eck fischte. Dann kam die Schlussphase, in dem der VfB bei allem Einsatz mehr und mehr die Ordnung verlor und in der Defensive wiederholt mit dem Feuer spielte, ohne das der bis dahin harmlose Gegner zunächst Nutzen daraus hätte ziehen konnte. Schließlich aber wurde das blau-weiße Team doch noch bitter bestraft.

Julian Happ am Ball.

Eine Ecke in der 84.Minute war eigentlich schon geklärt, ehe ein Querschläger im VfB-Strafraum den SSV wieder an den Ball brachte. Ein abgefälschter Schuss aus 10 Metern trudelte unhaltbar zum 1:1 ins lange Eck. Und nach einer maximalen taktischen Fehlleistung kam es am Ende sogar noch schlimmer: In der 95. Minute bekam der um den Siegtreffer bemühte VfB einen letzten Freistoß am rechten Flügel zugesprochen. Fast das komplette Team rückte in den überfüllten gegnerischen Strafraum auf und verzichtete dabei auf jegliche Absicherung nach hinten.

Die vielen Standards blieben diesmal ohne jede Torgefahr.

Es kam, was kommen musste: Die schwache Freistoßflanke wurde abgewehrt und gleich vier SSV-Akteure gingen ungehindert auf den einsam an der Mittellinie stehenden Lorenz Klein zu. Im Gegensatz zu allen Kontern zuvor spielten die Angreifer diese unverhoffte Überzahlsituation mit zwei Pässen gut zu Ende und trafen unbedrängt aus 10 Metern zum 2:1-Endstand. Gleich nach dem Mittelanstoß erfolgte der Abpfiff.

Die VfB-Aufstellung: Marius Wagner, Simon Ebach, Lorenz Klein, Lucas Brenner, Tom Louis Siegel, Lukas Deger, Jasper Müller, Julian Happ, Faruk Cifci (31.Philipp Freudenberg), Max Ebach, Maik Schnell.