1:3 und 0:5 – Keine Punkte für die beiden VfB-Teams am Wochenende

Die Mannschaften des VfB Wissen gingen in ihren Partien an diesem Wochenende leer aus, doch das Fazit nach den beiden Niederlagen fiel sehr unterschiedlich aus. Während sich die Rheinlandliga-Elf trotz der noch einmal verschärften Personalmisere am Samstag in Bitburg teuer verkaufte und einen Punktgewinn in Reichweite hatte, lief der Sonntag für den VfB II in der Kreisliga A unter dem Motto „Gebrauchter Tag“.

Leandro Fünfsinn zog sich im Spiel gegen Andernach, zu dem er beide VfB-Treffer beitrug, einen Bruch der Hand zu. 

FC Bitburg – VfB Wissen I 3:1

Acht Tage nach dem guten Auftritt beim 2:2 gegen Andernach musste Trainer Marco Weller erneut umbauen, denn gleich fünf Akteure der Startelf der Vorwoche fielen in Bitburg aus. Am schwersten wog das Fehlen von Goalgetter Leandro Fünfsinn, dessen Handbruch die schier unendliche schwarze Serie von schweren Verletzungen in dieser Saison weiter verlängerte. Dafür machten mit Maik Schnell, Lukas Deger und Lukas Klein drei Akteure der 2.Mannschaft die Reise in die Eifel mit und zeigten so vorbildlichen Einsatz in einer für alle Beteiligten schwierigen Situation. Als es dann trotz überlegen geführter Anfangsphase schon nach gut 20 Minuten 0:2 stand, schien eine weitere klare Niederlage zu drohen.Lukas Becher erzielte in Bitburg nach Vorarbeit von Branco Petrovic das Wissener Anschlusstor.

Doch weit gefehlt: Das Team zeigte trotz aller Widrigkeiten Moral und hielt dagegen. Belohnt wurde der mutige Auftritt durch den Anschlußtreffer von Lukas Becher nach einer Stunde. Danach boten sich gute Chancen zum 2:2, doch das fehlende Spielglück in dieser Runde blieb dem VfB auch beim Schuß von Hüseyin Samurkas ans Lattenkreuz treu. „Hüs“ hatte bereits zuvor aus über 40 Metern spektakulär getroffen, doch hier hatte der Schiedsrichter nach längerem Überlegen ein Handspiel gesehen. Auch nach dem dritten Bitburger Treffer gab die Mannschaft nicht auf, kam aber nicht noch einmal heran.Jonas Fuhrmann mußte wegen seiner Gelb-Rot-Sperre in Bitburg zuschauen, durfte aber am Sonntag in der 2.Mannschaft ran.

Die VfB-Aufstellung in Bitburg: Marvin Scherreiks, Max Krauß, Philipp Weber, Tom Zehler, Branco Petrovic, Hüseyin Samurkas (82. Lukas Deger), Lukas Becher, Luis Schneider, Til Cordes, Maik Schnell, Kerem Sari (74. Steven Muriel). Schiedsrichter: Johannes Klingel (Gonzerath). Zuschauer: 100. Torfolge: 1:0 Fuchs (4.), 2:0 Alff (21.), 2:1 Lukas Becher (61.), 3:1 Floß (73.).

VfB Wissen II – SG Weitefeld  0:5

Weitaus weniger eng verlief dann 24 Stunden später das Heimspiel der 2.Mannschaft gegen A-Liga-Spitzenreiter SG Weitefeld / Langenbach / Friedewald / Neunkhausen. Der selbst fehlende Spielertrainer Emre Bayram musste auch Adrian Ueckerseifer und Julian Mewis ersetzen, der angeschlagene Julian Happ hielt bis zur Pause durch. Bemerkenswert an der klaren 0:5-Niederlage war vor allem, wie einfach den zweifellos offensivstarken Gästen das Toreschiessen gemacht wurde. Bei vier der fünf Treffer durften sich VfB-Spieler den Scorerpunkt für die Vorarbeit abholen. Schon in der Anfangsphase brachte die SG Weitefeld die Abwehr des VfB II in Bedrängnis.Die Gäste kamen nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase mit dem Rückenwind des 10:2-Erfolges gegen Rennerod ins Wissener Stadion. Von Beginn an war Weitefeld überlegen und überzeugte durch schnelles Flügelspiel, dem der VfB wenig entgegensetzen konnte. Entschieden war die Begegnung vor gut 150 Besuchern deshalb bereits nach einer halben Stunde, nachdem innerhalb von nur 12 Minuten (18.-30.) der Ball schon dreimal im Wissener Tor gelandet war.Lukas Deger bei einer der wenigen Wissener Offensivaktionen, die das Weitefelder Tor in Gefahr brachten.

Die 2.Halbzeit verlief dann deutlich ausgeglichener als die erste, aber die Chance auf eine Wende im Spiel gab es zu keinem Zeitpunkt. Die beiden letzten Treffer der Gäste (69. und 79.) entstanden aus einem komplett verunglückten Rückpass und einem ebensolchen Querpass am Strafraum, die jeweils einen Gästestürmer frei vor Keeper Abi Hounka an den Ball brachten. Durch das Remis von Verfolger Rennerod in Altenkirchen vergrößerte sich der Vorsprung der SG an der Spitze auf 5 Punkte, während der VfB II durch die zeitgleiche Niederlage der Sportfreunde Schönstein weiter sechs Zähler Abstand zur Abstiegszone wahrte.Pascal Freudenberg (links) kam gegen die Weitefelder Abwehr kaum zum Zug.

Am nächsten Wochenende beim Gastpiel in Rennerod sollte sich die Mannschaft ein Vorbild an Maik Schnell nehmen, der nach seiner Einwechslung in der 2.Halbzeit trotz der 90 Rheinlandliga-Minuten am Vortag und trotz des klaren Rückstands mit Kampfgeist und vor allem positiver Moral auffiel. Auch nach über 300 Pflichtspielen für den VfB (davon nun genau 161 in der ersten Mannschaft) hat sich nichts geändert: Auf Schnelli ist Verlass – und damit ist immerhin ein positives Schlusswort zum Sonntag gefunden.   Tom Louis Siegel (links) bei der Abwehrarbeit.

Die Aufstellung des VfB II gegen Weitefeld: Abderrahim Hounka, Mario Weitershagen, Simon Ebach, Tom Louis Siegel (79. Andrii Bilash), Marlon Schumacher, Jonas Fuhrmann, Jona Heck, Lukas Deger (56.Adriano Oppedisano), Julian Happ (46.Felix Beib), Max Ebach, Pascal Freudenberg (60.Maik Schnell). Schiedsrichter: Bernd Kirchner. Zuschauer: 150.

Jonas Fuhrmann klärt nach einer Weitefelder Ecke per Kopf.