„Das war ein Schritt nach vorne“ – 4:0-Heimsieg gegen Aufsteiger FV Rübenach

Endlich hat es geklappt: Nachdem die Rheinlandliga-Mannschaft des VfB Wissen in den letzten Wochen zwar oft Lob, aber nie Punkte kassierte, gelang es im Heimspiel gegen den Aufsteiger FV Rübenach, beides einzufahren. Mit dem zweiten Saisonsieg endete die lange Niederlagenserie und der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen verringerte sich auf acht Zähler. Am kommenden Samstag bietet sich nun beim Aufsteiger SG Arzfeld die Gelegenheit, die Lage weiter zu verbessern.   Das Spiel gegen Rübenach stand unter der sicheren Leitung von Schiedsrichter Athanasios Fasulas und seinen Assistenten Benjamin Klapper und Andre Retterath.Drei Spieler mussten im VfB-Team gegenüber der Vorwoche ersetzt werden. Die angeschlagenen Til Cordes und Felix Arndt, deren Einsatz nach einer Woche ohne Training fraglich war, standen hingegen in der Startelf und trugen die ersten beiden Treffer zum klaren 4:0-Endstand bei. Tim Leidig rückte in die Abwehrkette und machte seine Sache ausgezeichnet. Dass dann die beiden eingewechselten Nachwuchsspieler Mustafa Tuysuz und Jannik Eitelberger noch zwei Jokertore beisteuerten, bewies das glückliche Händchen von Trainer Marco Weller an diesem Tag. Luis Schneider (Nr.29) hatte schon in den ersten zehn Minuten zwei gute Chancen.Vom Anpfiff weg legte der VfB auf dem Hartplatz im Dr.Grosse-Siegstadion los wie die Feuerwehr. Schon nach vier Minuten gab es nach einem Solo von Til Cordes über links die erste dicke Chance durch eine Direktabnahme von Luis Schneider, der auch nach neun Minuten die frühe Führung auf dem Fuß hatte. Kurz darauf kratzten die Gäste, die in dieser Phase kaum zum Luftholen kamen, einen Kopfball von Max Krauß von der Linie. So fiel das 1:0 durch einen Fernschuss von Til Cordes nach 17 Minuten alles andere als überraschend.    Rettungstat des Rübenachers Jayden Juranovic nach einem Kopfball von Max Krauß.

Allerdings versäumte es der VfB trotz weiterer Gelegenheiten nachzulegen und das Spiel schon vor der Pause zu entscheiden. Und dann drehte sich das Blatt und die bis dahin komplett chancenlosen Rübenacher hatten gegen eine nun alles andere als sattelfeste Wissener Defensive mehrfach den Ausgleich auf dem Fuß. Zweimal rettete Lukas Litschel im Wissener Tor, einmal traf der Ball die Lattenoberkante. Umso wichtiger war deshalb, dass der VfB nicht nur mit einer Führung in die Pause gehen, sondern gleich nach Wiederanpfiff auch durch Felix Arndt auf 2:0 erhöhen konnte. Til Cordes (links) traf aus über 30 Metern zum 1:0.

In der Viertelstunde nach diesem Tor in der 47.Minute hätte Blau-Weiß den Spielstand leicht auf 5:0 stellen können, doch eine ganze Serie klarer und klarster Chancen blieb ungenutzt und Gästekeeper Tobias Oost hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel. So stand der ersehnte Dreier bis in die Schlussphase noch nicht fest, auch weil weitere Konter verdaddelt wurden. Endgültige Erleichterung verschafften erst die beiden Treffer von Mustafa Tuysuz kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit und von Jannik Eitelberger in der 96.Minute.Armando Grau, hinten im Bild Jonas Fuhrmann.

Das Fazit von Trainer Marco Weller: „Die ersten 25 Minuten sah das richtig gut aus. Wir haben auf der Asche guten Fußball gespielt und hinten gar nichts zugelassen. Die Umstellung mit Tim Leidig in der Abwehrkette hat funktioniert. Nach einer halben Stunde haben wir dann aber ein bisschen den Fokus verloren und damit Rübenach unnötig ins Spiel gebracht. In der zweiten Halbzeit war klar, dass der Gegner wilder wird. Die Chancen hatten aber nur wir, und da waren einige Hundertprozentige dabei.“Jonas Fuhrmann im Duell mit Rübenachs Marvin Geissen.

„Hätten wir die konsequenter genutzt, wäre die Sache schon viel früher klar gewesen. Solange Du nur 2:0 führst, kann es bei einem Gegentor auch noch mal eng werden. Der Sieg war dann am Ende aber auch in der Höhe verdient. Insgesamt war das heute ein weiterer Schritt nach vorne und deswegen bin ich zufrieden. Wir schauen nicht auf die Tabelle. Es sind bis zur Abrechnung noch so viele Punkte zu vergeben, und bis zur Winterpause wollen wir davon so viele wie möglich sammeln.“

Til Cordes zieht Sean Flies davon.

Die VfB-Aufstellung gegen Rübenach: Lukas Litschel, Tim Leidig (92. Paul Christian), Max Krauß, Jonas Fuhrmann, Philipp Weber, Lukas Becher, Maxim Gorohov, Til Cordes (88. Branko Petrovic), Felix Arndt (92. Jannik Eitelberger), Luis Schneider (76. Tom Zehler), Armando Grau (74. Mustafa Tuysuz). Schiedsrichter: Athanasios Fasulas aus Ahrbrück. Zuschauer: 120.Endlich wieder ein Grund zum Feiern für die VfB-Fans !