Der Favorit wankte, aber fiel nicht: 1:3-Niederlage des VfB gegen Eintracht Trier

Zwar blieb die Sensation aus, doch trotzdem verkaufte sich der VfB Wissen im Rheinlandpokal-Achtelfinale gegen den SV Eintracht Trier ausgezeichnet. Am Ende hatte der Regionalligist sich durch zwei Tore in der Schlussphase standesgemäß mit 3:1 im Dr.Grosse-Siegstadion durchgesetzt. Dem VfB blieb der Lohn für einen guten und couragierten Auftritt, mit dem man die Trierer immerhin kurzzeitig ins Wanken brachte. Die Fans sparten nicht mit Applaus. Nun gilt die ganze Aufmerksamkeit wieder der Punkterunde, in der es schon am Samstag um 15:30 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Tabellenführer SG Mülheim-Kärlich weitergeht.

Diesen Kopfball während der Trierer Anfangsoffensive konnte Lukas Litschel mit einem tollen Reflex nch über die Latte lenken.

So hatte VfB-Trainer Dirk Spornhauer das Pokalspiel gesehen: „Ich bin hochzufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben ein gutes Pokalspiel abgeliefert. Die erste Viertelstunde war das Tempo der Trierer schon brutal. Sie sind früh angelaufen und wir hatten am Anfang kaum Luft zum Atmen. Mit zunehmender Spieldauer haben wir uns aber dann befreien können und hatten auch zwei gute Chancen zum Ausgleich. In der zweiten Halbzeit wurde es dann noch einmal besser. Wir haben sehr gut gestanden und die Trierer haben sich aus dem Spiel heraus kaum Gelegenheiten erspielen können. Gefährlich wurde es bei den Standards oder bei Ballverlusten im Spielaufbau, weil sie da mit Tempo in die Tiefe spielen konnten.”

Philipp Weber.

“Unser Ziel war, ein bißchen Euphorie unter den Zuschauern zu entfachen, und das haben wir mit dem 1:1-Ausgleich auch geschafft. Das dumme Gegentor war sehr schade, denn in der Phase hat Trier richtig gewackelt und war hinten sehr unsicher. Da stand das Spiel auf der Kippe, aber das 1:2 war aus unserer Sicht der Rohrkrepierer. Schade, dass wir nicht noch die paar Minuten durchgehalten haben und das 1:1 ins Ziel bringen konnten. Vielleicht wäre noch ein Moment gekommen, um das Spiel komplett zu drehen. Das letzte Tor war dann nicht mehr spielentscheidend. Auf die Leistung können wir aber stolz sein.“

Paul Christian.

Die VfB-Aufstellung gegen Eintracht Trier: Lukas Litschel, Paul Christian, Mirkan Kasikci (84. Marius Wagner), Mario Weitershagen, Max Krauß, Tom Pirsljin (86. Tom Zehler), Philipp Weber, Felix Arndt, Lukas Becher (57. Luca Kirschbaum), Steven Winzenburg (81. Aimen Aslan). Til Cordes (81. Justin Kirschbaum). Torfolge: 0:1 Hokon Christian Sossah (12.), 1:1 Philipp Weber (69., Foulelfmeter), 1:2 Mateo Biondic (78.), 1:3 Damjan Marceta (89.). Schiedsrichter: Alexander Mronz.

(c) Fotos: balu / Manfred Böhmer.