Der VfB löst seine Aufgabe im Pokal souverän – 4:0 gegen Horressen

Auch in der dritten Runde des diesjährigen Rheinlandpokals zeigte die 1.Mannschaft des VfB Wissen eine starke Leistung. Nach den klaren Siegen in Weyerbusch (8:0) und Weitefeld (4:2) gab es auch gegen den Ligarivalen SG Horressen einen völlig ungefährdeten 4:0-Erfolg. Mit dem Ergebnis waren die Gäste, die in der Bezirksliga immerhin sechs ihrer letzten acht Spiele gewannen und aktuell Rang 6 belegen, noch bestens bedient.Alle vier Wissener Treffer auf dem feuchten, aber gut bespielbaren Rasen im Dr.Grosse-Siegstadion fielen zwischen der 31. und 56.Minute in weniger als einer halben Stunde. Drei von ihnen gingen auf das Konto von Ertugrul Tuysuz, der trotz seiner gelb-roten Karte vom Wochenende mitwirken durfte, da die obligatorische Sperre am Sonntag in der Meisterschaft abgesessen werden muss. Dann ist Julian Wienold wieder dabei, der ebenfalls für ein Spiel gesperrt wurde.

Der dreifache Torschütze Ertugrul Tuysuz.

Die Gäste hatten offenbar am Mittwoch intensives Studium der Champions League betrieben und traten mit einer strikten Defensivtaktik an, die an das Vorgehen von Viking Stavanger gegen den FC Bayern erinnerte. Zehn Mann standen vom Anpfiff weg im und am eigenen Strafraum, und an der Mittellinie wartete einsam der bedauernswerte Etienne Luca Gross, der meist nur mit Befreiungsschlägen bedient wurde und kaum zu Ballkontakten kam.Luca Lutz (rechts) kam zu seinem Debüt in der Startelf und rechtfertigte sein Nominierung mit einer guten Leistung auf ungewohnter Position. Schon nach 30 Sekunden verhinderte SG-Keeper Nils Weimer mit einer Glanzparade das 1:0, und auch danach lag nach teilweise wunderbar herausgespielten Chancen die VfB-Führung permanent in der Luft. Es dauerte aber immerhin bis zur 31.Minute, ehe Felix Arndt eine hohe Hereingabe von Hüseyin Samurkas direkt nahm und die Rettungsaktion von Verteidiger Christian Spranger kurz vor der Linie zu spät kam.Jerome Neuhoff (rechts).

Unmittelbar nach dem Mittelanstoß verlor Horressen den Ball wieder und der halblinks im Strafraum freigespielte Ertugrul Tuysuz machte mit seinem 2:0 (32.) den Doppelschlag perfekt. Noch vor der Pause war dann die Vorentscheidung vollzogen, als Tuysuz erneut zum 3:0 (38.) traf. Einem weiteren Treffer von Tim Leidig verweigerte Schiedsrichter Manuel Mück wegen Behinderung des Torwarts die Anerkennung.Tim Leidig am Ball. Sein Tor zum vermeintlichen 4:0 zählte nicht.

Obwohl die Partie damit gelaufen war, blieb sie auch nach Wiederanpfiff zumindest für die VfB-Fans sehenswert. Nach 56 Minuten vollendete Ertugrul Tuysuz ein Solo mit einem Rechtsschuß von der Strafraumgrenze zum 4:0-Endstand. Bei einer Direktabnahme von Til Cordes schien der Ball bei der Abwehr des SG-Keepers die Linie bereits überschritten zu haben, doch der gut platzierte Referee entschied auf Weiterspielen.Jakov Jancek (Nr.13) war wieder ein Aktivposten in der VfB-Offensive.

Die restliche halbe Stunde der Partie brachte dem Hannappel-Team etliche weitere Chancen, aber auch die Gelegenheit für einige Wechsel und zum Sparen von Kräften für das schwere Sonntags-Spiel in Westerburg. Lukas Litschel wird dann sicher mehr gefordert sein als am Mittwochabend, denn Horressen schaffte (jeweils aus großer Distanz) in den gesamten 90 Minuten nur zwei Torschüsse zustande.      Jannik Krämer (Nr.17) hätte mit einem Flugkopfball fast das schönste Tor des Abend erzielt. Til Cordes (Nr.7) und Luca Lutz.

Damit ist das Achtelfinale im Rheinlandpokal erreicht. Unter den im Wettbewerb verbliebenen 16 Teams sind nur vier Bezirksligisten, womit die Aussicht auf eine weitere Pokalbegegnng auf eigenem Platz relativ hoch ist. Denn: Klassentiefere Mannschaften genießen grundsätzlich Heimrecht, auch wenn sie bei der Auslosung als zweiter Verein einer Paarung gezogen werden. Schaun mer mal …Felix Arndt (Nr.11) erzielte den ersten Wissener Treffer.

Die VfB-Aufstellung gegen die SG Horressen: Lukas Litschel, Tim Leidig, Jerome Neuhoff (75. Marlon Schumacher), Hüseyin Samurkas (75. Jona Heck), Luca Lutz, Jannik Krämer, Felix Arndt (61. Steven Winzenburg), Ertugrul Tuysuz, Lukas Becher, Jakov Jancek (85. Mustafa Tuysuz) und Til Cordes.

Die Fans waren sehr zufrieden …… und Co-Trainer Julian Wienold auch.