Dramatik im Abstiegskampf der Rheinlandliga – und der VfB ist mittendrin

Als sich die Rheinlandliga-Mannschaft des VfB Wissen im Dezember mit einem 3:1-Heimsieg gegen den FSV Trier-Tarforst in die Winterpause verabschiedete, schien die Tabellenlage ausgesprochen entspannt: Zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, nur vier Punkte Rückstand auf Rang fünf. Inzwischen hat sich das Bild aus blau-weißer Sicht dramatisch geändert: Von den sieben Spielen des Kalenderjahres 2025 gingen fünf verloren, und die beiden mageren Unentschieden gegen Schweich und in Westerburg reichten nicht aus, um den Abstand nach unten zu wahren.

Die Torbilanz seit der Winterpause von 2:14 zeigt das ganze Dilemma. Auch am vergangenen Wochenende blieb das VfB-Team wieder ohne eigenen Treffer und fuhr eine 0:3-Schlappe bei der SG 99 Andernach ein. Erneut fehlten wie schon in allen Spielen seit Februar wichtige Spieler, doch den Einbruch nach der Pause mit drei Gegentreffern (54., 59., 73.) erklärt das kaum. Da gleichzeitig fast alle hinter dem VfB platzierten Mannschaften in den letzten Wochen munter punkteten, droht bei weiteren Niederlagen der Sturz auf einen Abstiegsplatz.

Am Sonntag geht es nach Kirchberg. Die Fotos zeigen Szenen aus dem Hinspiel im Herbst.

Doch noch ist überhaupt nichts verloren ! Acht Partien stehen noch aus, 24 Punkte sind bis zum Finale zu vergeben. Zudem stehen noch einige direkte Duelle gegen die Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt aus, die am Ende vielleicht den Ausgang der Saison entscheiden werden. Den Auftakt zu den Wochen der Wahrheit macht am kommenden Sonntag das Gastspiel beim FC Kirchberg, dann folgt das Heimspiel gegen den FC Bitburg.

In den vergangenen Spieljahren der Rheinlandliga brauchte es stets um die 40 Punkte, um die Klasse zu halten. Die Fünftletzten der letzten drei Jahre fuhren 38, 41 und 37 Punkte ein. Der TuS Mayen stieg 2023 mit 41 Punkten sogar ab und tut sich seitdem sehr schwer in der Bezirksliga. Zehn Punkte aus den noch bevorstehenden acht Spielen sind also vermutlich das Minimum für den VfB, um mit dann 41 Zählern das rettende Ufer zu erreichen. Das klingt nicht spektakulär, erfordert aber eine komplette Umkehr des zuletzt beobachteten Trends. Dass das möglich ist, haben die neun Siege der Hinrunde bewiesen.