Drei späte Tore bringen dem VfB II den 3:1-Heimsieg gegen die SG Alsdorf

Beim Heimspiel der 2.Mannschaft gegen den bisherigen Tabellenfünften aus Alsdorf sah es lange Zeit nicht nach einem Happy End aus, denn bis acht Minuten vor dem Abpfiff führten die Gäste in einem wenig ansehnlichen Spiel mit 0:1. Dann drehte Maik Schnell mit einem Doppelschlag die Partie, ehe Max Ebach in der Nachspielzeit mit dem 3:1 die drei wichtigen Punkte endgültig klar machte.

Julian Happ bereitete mit seiner Ecke das 1:1 vor.

Durch den 18.Saisonsieg kam der VfB wieder bis auf zwei Punkte an den am Wochenende spielfreiem Tabellenzweiten SG Atzelgift heran, dem noch das direkte Duell mit Tabellenführer Mittelhof bevorsteht. Vier Spieltage stehen noch aus, und es geht darum, einerseits selbst die maximale Ausbeute von 12 Punkten zu holen und andererseits auf einen Ausrutscher der Atzelgifter zu hoffen.

Hier stolpert Maik Schnell. Am Ende durfte er jubeln.

Auf dem Rasenplatz im Dr.Grosse-Siegstadion sahen die Zuschauer bis zum Halbzeitpfiff nur wenig Erbauliches. Die Gäste setzten auf eine Defensivtaktik, gegen die dem VfB trotz optischer Überlegenheit nur wenig einfiel. Torszenen waren, abgesehen von etlichen Ecken, absolute  Mangelware. Max Ebach hatte zwar bei einem Alleingang das 1:0 auf dem Fuß, setzte den Ball aber neben den Kasten. So ging es torlos in die Pause.

Lukas Deger am Ball.

Nach gut einer Stunde kam es aus Wissener Sicht sogar noch schlimmer, denn nach einem Fehlpass in der blau-weißen Abwehr gingen die Gäste durch Benjamin Müller mit 0:1 in Führung. Schon im Gegenzug verweigerte Schiri Benjamin Fischer dem VfB bei einem klaren Foul an Simon Ebach den fälligen Strafstoß. Kommentar des Alsdorfer Livetickers zu dieser Szene: “Glück für Alsdorf. Schiri übersieht einen klaren Elfer für Wissen.”

Simon Ebach (vorn) und Jasper Müller.

Der VfB stemmte sich danach vehement gegen die drohende Niederlage, die das endgültige Aus im Aufstiegsrennen gebracht hätte. Und das Team wurde spät, aber nicht zu spät für seine Moral belohnt. Nach einer Ecke von Julian Happ köpfte Maik Schnell zum umjubelten 1:1-Ausgleich (82.) ins Tor. Sechs Minuten später kam es noch besser, als erneut Maik Schnell an der Strafraumgrenze angespielt wurde, den Ball perfekt verarbeitete und mit Links zur 2:1-Führung traf.

Max Ebach setzte mit dem 3:1 in der Nachspielzeit den Schlußpunkt.

Nun brannten einigen Alsdorfer Akteuren mit ganz kurzer Zündschnur die Sicherungen durch, und statt des Torjubels entwickelte sich eine Rudelbildung. Marlon Schumacher erhielt von einem Gästeakteur eine Kopfnuß, Jasper Müller beleidigte den Täter verbal. Schiedsrichter Benjamin Fischer hatte die Tätlichkeit nicht gesehen, wohl aber die Beleidigung gehört, ohne sie zuordnen zu können. Jasper Müller meldete sich beim Referee und sah die Rote Karte.

Lange konnte die Alsdorfer Abwehr ihren Kasten sauber halten.

Max Ebach machte in der sechsten Minute der zwangsläufig sehr langen Nachspielzeit mit seinem 3:1 den Deckel drauf, zumal auch Alsdorf noch einen Spieler durch Platzverweis verlor. Nach Abpfiff sah sich dann der Unparteiische heftigen Angriffen der Gäste ausgesetzt. Positiv hervorheben darf man das besonnene Verhalten von Alsdorfs Spielertrainer Robin Stockschläder, der sich in dieser hektischen Phase um Deeskalation bemühte.

Julian Happ (vorn) und Philipp Freudenberg.

Die Aufstellung des VfB Wissen II gegen die SG Alsdorf / Kirchen: Mel Brucherseifer, Simon Ebach, Marlon Schumacher, Tom Louis Siegel (68. Faruk Cifci), Jasper Müller, Lucas Brenner, Lukas Deger (58. Till Kilanowski), Philipp Freudenberg (79. Adrian Ueckerseifer), Julian Happ (90. Silas Piontek), Maik Schnell und Max Ebach.

(c) Fotos: Annika Deger-Schwan. Bilder in der Galerie zum Vergrößern und für höhere Auflösung bitte anklicken.