Ein echter Knipser entscheidet das Spiel: VfB 1:3 gegen den FC Bitburg

Die Rheinlandliga-Mannschaft des VfB Wissen ging am Samstag zum fünften Mal in Serie als Verlierer vom Platz. Gegen den FC Bitburg gab es auf dem tiefen Rasen im Dr.Grosse-Siegstadion eine 1:3-Niederlage, bei der vor allem Stürmer Joshua Bierbrauer den Unterschied machte. Der Goalgetter der Bitburger, der schon beim 2:1-Erfolg des FC gegen Titelkandidat Wittlich doppelt getroffen hatte, schlug auch in Wissen zu und erzielte alle drei Treffer zum verdienten Sieg der Gäste. Schiedsrichter Henning Reif von der SG Weißenthurm und seine Assistenten Ralf Volk (rechts) und Aaron Müller.Auf VfB-Seite kehrte zwar Tom Pirsljin in die Startaufstellung zurück, doch durch den kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall von Til Cordes und das bekannte Fehlen vieler Stammkräfte waren die personellen Voraussetzungen kaum besser und in der Offensive sogar noch schlechter als zuletzt. Trotzdem hatte die VfB-Elf die echte Chance auf einen Punktgewinn, weil sie sich auch nach dem 0:2 nicht aufgab und vor allem nach dem Anschlusstor zum 1:2 am Drücker war. Nach der Topchance zum 2:2 genügte den Gästen dann ein Konter in der Schlußphase, um den Sack zuzumachen.Julian Happ aus dem Kader der 2.Mannschaft bestritt am Samstag sein erstes Rheinlandliga-Spiel über die vollen 90 Minuten.Die erste Halbzeit verlief, bei optischen Vorteilen für Bitburg, recht ausgeglichen. Torszenen waren auf beiden Seiten Mangelware, wobei den Gästen eine ihrer beiden Gelegenheiten reichte, um mit einer zur 0:1-Führung (40.) in die Pause zu gehen. Der VfB, bei dem Julian Happ aus der 2.Mannschaft sein Startelf-Debüt bestritt, stand defensiv meistens sicher und zeigte auch einige gute Angriffe, kam aber im Strafraum kaum zu gelungenen Aktionen, sodass die blau-weiße Chancenbilanz nach 45 Minuten eine Null auswies.Max Krauß am Ball.Gleich beim ersten Bitburger Angriff nach Wiederanpfiff zeigte Joshua Bierbrauer mit seinem Treffer zum 0:2 (47.), welche Effektivität einen guten Stürmer auszeichnet. Der VfB steckte nicht auf und kam nach 67 Minuten durch Philipp Weber zum 1:2-Anschlußtor. Nun wackelten die Gäste, und beim Lattenschuss von Tim Leidig fehlten nur wenige Zentimeter zum Ausgleich. Der fiel aber trotz vorbildlichen kämpferischen Einsatzes nicht mehr. Armando Grau: Oben stürmend, unten lauernd.Fünf Wissener Ecken in kurzer Folge blieben (wie schon in den Vorwochen) ungefährlich, echte Chancen zum 2:2 gab es nicht. Stattdessen nutzte Bitburg einen Konter in der Schlußphase zum entscheidenden 1:3 (85.). Dass es anschließend trotz des Zeitspiels der Gäste und einiger längerer Unterbrechungen nur knappe drei Minuten Nachspielzeit gab, fiel nicht mehr ins Gewicht, auch wenn der aufgerückte Jonas Fuhrmann noch eine Topchance zum 2:3 hatte. Zweimal Louis Schneider in Mittelfeld-Zwekämpfen.Das Fazit von Trainer Emre Bayram: „Phasenweise war ich mit dem Auftritt der Mannschaft zufrieden. Wir haben ordentlich begonnen und kaum etwas zugelassen, dann aber zu den ungünstigsten Zeitpunkten die ersten beiden Gegentore bekommen und es dem Gegner zu dabei viel zu einfach gemacht. Wir haben leider immer noch zu viele hektische Aktionen, die dann oft zu unnötigen Ballverlusten führen. Nach dem 0:2 war es natürlich schwierig, noch einmal zurück zu kommen. Trotzdem haben wir vorbildlich gekämpft, den Anschluß noch einmal geschafft und dann beim Lattenschuss auch die große Chance auf den Ausgleich gehabt.“Maxim Gorohov – auch gegen Bitburg mit großem Kämpferherz.Die VfB-Aufstellung gegen Bitburg: Lukas Litschel, Max Krauß, Jonas Fuhrmann, Tom Pirsljin, Marius Wagner, Philipp Weber, Louis Schneider (65. Tim Leidig), Julian Happ, Maxim Gorohov, Mustafa Tuysuz, Armando Grau. Schiedsrichter: Hennig Reif (SG Weißenthurm/Urmitz). Zuschauer: 140. Tore: 0:1 (40.) Joshua Bierbrauer, 0:2 (47.) Joshua Bierbrauer, 1:2 (67.) Philipp Weber, 1:3 (84.) Joshua Bierbrauer (84.).Noch zweimal Julian Happ: Oben unter Beobachtung, unten im Kopfballduell, rechts Max Krauß.

Am kommenden Wochenende geht es zum FV Hunsrückhöhe Morbach, der mit 7 Siegen und 5 Niederlagen in die Saison gestartet ist. Trotz der klaren Pleiten gegen die Spitzenteams aus Mülheim (0:4) und Wittlich (1:7) belegt der FV aktuell genau wie im Abschlussklassement des Vorjahres einen guten fünften Tabellenplatz. Mit Til Cordes, Felix Arndt und vielleicht auch Jakov Jancek und Hüseyin Samurkas werden dann vier der zuletzt fehlenden VfB-Offensivkräfte wieder dabei sein.

Die kommenden Aufgaben: