Enttäuschendes 0:1 gegen Malberg – In Guckheim ist deutliche Steigerung nötig

Nur vier Tage nach dem starken Auftritt gegen Mündersbach folgte für die Bezirksliga-Fußballer des VfB Wissen schon die Ernüchterung: Gegen den bisher sieg- und torlosen Lokalrivalen SG Malberg gab es im heimischen Dr.Grosse-Siegstadion eine 0:1-Niederlage. Die Gäste waren in einer absolut enttäuschenden und ereignisarmen Partie von zwei schwachen Mannschaften die etwas bessere und nahmen folglich verdient die Punkte mit.

Nach einer Pleite hatte es vor gut 220 erwartungsfrohen Zuschauern zunächst nicht ausgesehen, denn der VfB legte schwungvoll los und kam in den ersten 10 Minuten zu zwei dicken Chancen. Zunächst verpasste eine Volleyabnahme von Ilhan Tokac das Tor nur haarscharf, dann setzte der angeschlagen ins Spiel gegangene Marco Fischbach eine flache Hereingabe von Tokac nur knapp am langen Pfosten vorbei. Noch ein weiteres Mal brachten die Malberger ihren Kasten mit einer verunglückten Rückgabe selbst in Gefahr, ansonsten tauchten die Wissener Stürmer bis zur 90.Minute nicht mehr gefährlich vor dem Gästetor auf.

Doch nicht nur im Spiel nach vorne war diesmal der Wurm drin, auch Defensive und Spielaufbau offenbarten unerwartete Schwächen. Die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden etatmäßigen Manndecker Torsten Neef und Michael Herzog sowie von Libero Jan Oravec (oben im Bild in einer Szene aus dem letztjährigen 2:0 gegen Malberg) zeigten offenbar Wirkung. Dies galt umso mehr, weil auch einige Stammkräfte diesmal völlig aus dem Tritt gerieten. Da auch Malberg wenig zu bieten hatte, war das einzige Tor des Spiels konsequenter Weise ein Zufallsprodukt. Eine eigentlich verunglückte Freistoßflanke von der Linksaußenposition senkte sich über Sascha Kill hinweg ins lange Eck (32.).

Von diesem Treffer an dauerte es fast eine Stunde bis zur nächsten und gleichzeitig letzten Torszene der Partie. Keines der beiden Teams gab auch nur einen einzigen erwähnenswerten Schuß ab. Spielerische Highlights waren die Begegnungen mit der kampfstarken und kantigen Mannschaft der SG Malberg auch in der Vergangenheit noch nie. Diesmal aber konnte Malberg mit sehr überschaubarem Aufwand das Spiel jederzeit kontrollieren. Daher wäre der Ausgleich, den erneut Ilhan Tokac in der Schlußminute alleine vor dem SG-Keeper auf dem Fuß hatte, sehr glücklich gewesen.

Am Samstag um 17 Uhr steht nun mit dem Auswärtsspiel in Guckheim eine echte Nagelprobe für Uwe Wisser und seine Mannschaft auf dem Programm. Der letztjährige Tabellendritte gewann seine bisherigen beiden Spiele, zuletzt am Mittwoch mit 4:1 gegen Mündersbach. Die VfB-Elf wird sich gegenüber dem jüngsten Auftritt in allen Belangen deutlich steigern müssen, um auf dem ungemütlichen Guckheimer Hartplatz zu bestehen und den Blick weiter nach oben richten zu können. Die Leistungen in Neitersen und gegen Mündersbach sollten der Maßstab sein.