Für die Rheinlandliga-Elf des VfB Wissen ging auch die zweite Partie nach der Winterpause verloren. 0:3 hieß es am Ende gegen den mit Aufstiegsambitionen angetretenen FC Cosmos Koblenz. Der Sieg der Gäste ist verdient, das klare Ergebnis gibt allerdings nicht wieder, wie eng die Partie in der ersten Stunde verlief. Am Ende entschied die individuelle Qualität der Koblenzer, die ihre Chancen konsequent nutzten.
Einlauf der beiden Mannschaften und des Gespanns um Schiedsrichter Fabian Mohr.

Vorwochen-Torschütze Daniel Reichert fiel am Samtag mit einer Muskelverletzung aus, weshalb Rekonvaleszent Armando Grau die Wissener Sturmspitze bildete. Fatal war, dass gleich der erste Gästeangriff nach vier Minuten zum 0:1 führte. Eine harmlose Situation bei eigenem Ballbesitz im Strafraum wurde durch einen kapitalen Fehlpass zur perfekten Vorlage für Niko Luciano Neal, der sofort abzog und den Ball im rechten Winkel versenkte.
Mirkan Kasikci hatte gleich zweimal Pech: Zuerst bei seinem Patzer vor dem 0:1, dann beim vermeintlichen Ausgleich, der wegen Abseits nicht zählte.
Der VfB bemühte sich mit hohem läuferischen Einsatz um den Ausgleich und kam schon bis zur Pause zu sieben Eckbällen, die aber kaum Gefahr brachten. Fast hätte Mirkan Kasikci nach einer halben Stunde seinen Fehler beim 0:1 wieder gut gemacht, doch bei seinem Kofballtor nach Freistoßflanke von Til Cordes hatte der Linienrichter eine Abseitsstellung gesehen. Auch Til Cordes hatte per Volleyabnahme nach einer Flanke des agilen Hüseyin Samurkas kurz vor dem Wechsel das 1:1 auf dem Fuß.
Hüseyin Samurkas überzeugte seinen Trainer mit einem engagierten Auftritt.
Nach knapp einer Stunde erspielte sich der VfB gleich drei Ecken in Serie, um sich bei der dritten von einem Konter kalt erwischen zu lassen. Die letzte Gelegenheit, dem Spiel doch noch eine Wende zu geben, vergab kurz darauf erneut Til Cordes nach einer Flanke von Mario Weitershagen. Der dritte Gegentreffer, erneut nach einem Konter gegen die in den Schlußminuten zwangsläufig weit aufgerückte Wissener Abwehr fiel nicht mehr ins Gewicht.
Kein Durchkommen für Lukas Becher gegen die vielbeinige Gästeabwehr.
Aus dieser Wissener Ecke entstand der Konter, der mit dem 0:2 die Vorentscheidung brachte.
Trainer Dirk Spornhauer zum Spiel: „Ich finde, dass wir kein schlechtes Spiel gemacht haben, aber uns hat letztlich die Durchschlagskraft nach vorne gefehlt. Wir sind für den krassen Fehler zu Beginn gleich eiskalt bestraft worden. Wir hatten danach bis zur Pause auch ein paar gute Chancen zum Ausgleich, die beste sicher durch Til Cordes kurz vor der Halbzeit. Defensiv waren wir gut in den Zweikämpfen drin und haben nur einen Konter zugelassen.“
Zweimal Max Krauß (Nr.2) in Aktion: Oben gegen den Aserbaidschaner Nihat Farajli, unten gegen Luhan Krasniqi und Ayman Ed-Daoudi.
„Cosmos hat den Kampf hier gut angenommen, rustikal agiert und ein typisches Hartplatzspiel abgeliefert. Sie haben nicht versucht, spielerische Lösungen zu finden, sondern es meistens mit langen Bällen auf die zwei schnellen Stürmer probiert. Mit dem zweiten Tor nach eigener Ecke und der guten Chance ist uns dann der Zahn gezogen worden. Aus so einem vermeidbaten Konter darf man einfach kein Tor fangen. Das dritte Tor war dann nur noch Makulatur.“
VfB-Kapitän Armando Grau ist nach langer Verletzungspause auf dem Weg zu alter Stärke.
Die VfB-Aufstellung gegen Cosmos: Lukas Litschel, Mirkan Kasikci (80.Tim Leidig), Max Krauß, Mario Weitershagen, Tom Pirsljin, Marius Wagner, Philipp Weber, Lukas Becher, Hüseyin Samurkas (80. Aimen Aslan), Til Cordes (80. Sari), Armando Grau (86. Fuchs). Schiedsrichter: Fabian Mohr. Zuschauer: 180. Tore: 0:1 Niko Luciano Neal (4.), 0:2 Kelvin Lunga (62.), 0:3 Ayman Ed-Daoudi (85.).
