„Fußball ist nicht immer gerecht“ – Bitteres 1:2 des VfB gegen Trier II

Nach zuletzt drei Unentschieden in den jüngsten drei Heimspielen (Laubach, Wittlich, Linz) unterlag die Rheinlandliga-Mannschaft des VfB Wissen am Samstag auf eigenem Platz dem SV Eintracht Trier II mit 1:2. Die Niederlage war nach Chancen und Spielanteilen ebenso unglücklich wie überflüssig. Am Ende beweisen die Gäste von der Mosel, wie man mit Effizienz im Abschluss zu Punkten kommt, während der VfB wieder einmal den vergebenen Gelegenheiten hinterhertrauerte.Schiedsrichter Sören Rolfs mit seinen beiden Assistenten Markus Bengelsdorff und Nils Kaletsch-Will.

So blieb der Mannschaft wie den 170 Fans im Dr.Grosse-Siegstadion nur das maximal frustrierende Erlebnis, trotz vorbildlichen Einsatzes und einer starken Leistung erneut mit leeren Händen dazustehen. Nur drei seiner 24 Rheinlandliga-Punktspiele im Kalenderjahr hat der VfB gewonnen – doch wie viele Siege wären angesichts der Spielverläufe bei nur mittelmäßiger Torausbeute möglich gewesen ?  Til Cordes. Natürlich hatten die Gäste in etlichen Szenen auch einfach Glück, und nicht zum ersten Mal hatten umstrittene Entscheidungen der Unparteiischen maßgeblichen Einfluss auf den Spielausgang. Der aktuelle Tabellenstand als Ergebnis eines langfristigen Trends hat aber mit beiden Faktoren nichts zu tun. Dass das VfB-Team stärker besetzt ist und besser spielt als in der Rückrunde der Vorsaison, ist offensichtlich. Aber, so Trainer Dirk Spornhauer: „Von dem ganzen Lob für unsere Auftritte können wir uns nichts kaufen.“ Oben Micha Fuchs (Nr.9), unten Tom Zehler beim Kopfball.Den unschönen Nachmittag machte das verletzungsbedingte Ausscheiden von Lukas Becher und Steven Winzenburg in der Schlussphase perfekt. Ein längerfristiges Ausscheiden der beiden Leistungsträger würde den VfB weitaus mehr treffen als die verlorenen Punkte, zumal die Reihen durch die zahlreichen Ausfälle der letzten Monate ohnehin vor allem in der Offensive schon arg gelichtet sind. Hoffen wir das Beste.Lukas Becher (in beiden Bildern rechts) zog sich kurz vor dem Abpfiff eine Bänderverletzung zu.Das Fazit des Trainers: „Unsere Leistung war absolut in Ordnung, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir hatten eine gute Ordnung und viele Ballgewinne, allenfalls hat es einige Male an den zielführenden Pässen nach vorne gefehlt. Eine spielentscheidende Szene war sicher die Doppelchance von Steven Winzenburg und Til Cordes. Wenn der zum 1:0 reingeht, kippt das Spiel in unsere Richtung. Aber auch sonst gab es ja genug Chancen. Wir schaffen es einfach nicht, in den entscheidenden Momenten Tore zu machen.“Auch Steven Winzenburg schied nach einem Zweikampf in der Nachspielzeit verletzt aus.

„Solche Spiele wie heute musst Du einfach für Dich entscheiden, und das wäre auch locker möglich gewesen. Wir haben uns vorbildlich bemüht und alle arbeiten gut, aber am Ende brauchst Du halt auch einen Stürmer, der das Tor schießt. Sonst wirst Du für Deine ganzen ungenutzten Möglichkeiten bestraft, und das ist leider heute schon wieder passiert. Gemessen an den Leistungen der beiden Mannschaften war es eine wirklich unverdiente Niederlage, aber Fußball ist nicht immer gerecht.“

Til Cordes hatte nach 81 Minuten das 2:1 für den VfB auf dem Fuß.Trotz der Heimniederlage belegt der VfB weiterhin den 15.Tabellenplatz und hat Kontakt zum unteren Mittelfeld der Rheinlandliga. Schon am kommenden Freitag (Tag der Deutschen Einheit, 3.Oktober) hat der VfB erneut Gelegenheit, auf eigenem Platz die Punktausbeute zu verbessern. Zu Gast im Dr.Grosse-Siegstadion ist dann die SG Schneifel, die stark in die Saison startete und mit bisher 5 Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage den vierten Platz belegt.  Torhüter Kieren war mit etlichen Top-Paraden der beste Akteur der Trierer Gäste, auch wenn ihm diese Flanke (oben) aus den Händen rutschte.