Der Spielplan der ersten und zweiten VfB-Mannschaft läuft auch am 5.Spieltag weiter im Gleichschritt, und so stehen am kommenden Wochenende wieder zwei Heimspiele für die beiden blau-weißen Teams an. Am Samstag um 17:00 Uhr erwartet die Rheinlandliga-Elf unter der Leitung von Schiedsrichter Ralf Volk die SG Schneifel, während die Zweite am Sonntag um 15:00 Uhr auf eigenem Platz gegen die SG Guckheim antritt. Bei dieser Partie ist Stefan Jung aus Niedererbach als Referee im Einsatz.
Im vergangenen Jahr siegte die SG Schneifel auch dank maximaler Effizienz bei der Chancenverwertung mit 5:1 beim VfB. Im Rückspiel gab es eine Punkteteilung. Das Foto zeigt eine Szene aus der Partie mit Justin Kirschbaum (rechts).
Die 1.Mannschaft ließ den beiden Auftaktsiegen gegen Malberg und in Trier zuletzt zwei Niederlagen gegen die Meisterschaftsfavoriten Ahrweiler und Cosmos Koblenz folgen. Mit den erzielten sechs Punkten liegt das Team von Trainer Dirk Spornhauer durchaus im Soll. Trotzdem würde gegen die SG Schneifel ein Dreier helfen, um sich im Tabellen-Mittelfeld zu etablieren und mit Rückenwind in die folgenden Spiele gegen die drei Aufsteiger aus Schweich, Linz und Westerburg gehen zu können.
Schiedsrichter Ralf Volk (hier 2023 mit Justin Daun und Nicole Schäfer) ist nach längerer Pause mal wieder im Dr.Grosse-Siegstadion zu Gast.
Die Gäste aus der Eifel spielten im Vorjahr eine fast makellose Hinrunde und hatten als souveräner Spitzenreiter noch neun Spieltage vor Saisonschluss einen komfortablen Vorsprung von acht Punkten auf den späteren Meister aus Eisbachtal. Dann aber gab es den totalen Einbruch und nach 6 zum Teil hohen Niederlagen in Serie fielen die Schneifeler noch auf den vierten Platz zurück. Dabei gab das ungewöhnliche Torverhältnis von 89:67 einen klaren Hinweis auf Stärken wie auf Schwächen der SG.
Micha Fuchs beim Vorjahresspiel gegen die SG Schneifel.
Der Start in die laufende Saison war mit 4 Punkten aus 4 Spielen eher mäßig. Zuletzt gab es durch ein Gegentor in der Nachspielzeit ein 1:1-Remis gegen die SG Andernach. Dennoch dürften die Gäste ein starker Gegner sein, der mit Jan Pidde über einen der stärksten Stürmer der Rheinlandliga verfügt. In der Vorsaison gelangen dem Angreifer nicht weniger als 37 Tore, und auch diesmal stehen schon wieder einige Treffer auf dem Konto.
Luca Kirschbaum am Ball.
Folglich erwartet VfB-Trainer Dirk Spornhauer auch eine enge Partie: „Das wird ein 50:50-Spiel, das Du gewinnen oder verlieren kannst. Ich sehe sie nicht schwächeln. Sicherlich haben sie in der vergangenen Spielzeit ein wenig über ihren Verhältnissen gespielt, aber sie sind immer noch eine gute Mannschaft mit einigen Stärken. Wir werden sie nicht unterschätzen. Du musst aber auch mal wieder gewinnen, um in ein ruhiges Fahrwasser zurückzukehren.“
Das VfB-Team nach dem jüngsten 2:0-Sieg in Herdorf.
Die 2.Mannschaft hat dann am Sonntag Gelegenheit, im Heimspiel gegen die SG Guckheim / Kölbingen ihre starke Bilanz auszubauen und mit dem (saisonübergreifend) zwölften Heimsieg in Folge den 2.Tabellenplatz zu festigen. Eine Woche später geht es dann zum aktuellen Spitzenreiter nach Herschbach. Sonntagsgegner Guckheim startete durchwachsen in die Saison und hat nach je zwei Siegen und zwei Niederlagen bislang sechs Punkte eingefahren.

Seit Ende der 90er Jahre kam es zu etlichen Vergleichen der 1. VfB-Mannschaft mit der SG Guckheim in der Landes- und Bezirksliga. Das Foto oben (c: Jürgen Vohl) enstand im August 2001 und zeigt Kevin Leicher, Mario Petzold (verdeckt) und ganz rechts Thomas Orthen.
Das bringt der SG aktuell Platz 7 ein, auf dem sie trotz der hohen Zahl von 60 Gegentoren auch die vergangene Saison abschloss. Herausragender Akteur in der starken Offensive der Westerwälder ist der 23-jährige Stürmer Robin Krick, der es in der Runde 23/24 immerhin auf 26 Saisontore brachte. In der Vorwoche ließen die Guckheimer mit ihrem klaren 5:1-Heimsieg gegen die SG Hamm / Bruchertseifen aufhorchen. Das VfB-Team wird also eine Top-Leistung abrufen müssen, um auch am 5.Spieltag zu bestehen.
Tom Louis Siegel (links) muss aktuell wegen seiner vor zwei Wochen erlittenen Knieverletzung aussetzen.
Am vergangenen Sonntag machte sich die Mannschaft von Spielertrainer Emre Bayram trotz eines insgesamt überzeugenden Auftritts in Herdorf das Leben durch eine miserable Chancenverwertung selbst unnötig schwer. Nicht immer, und schon gar nicht gegen offensiv stärkere Gegner als die Herdorfer, werden solche Nachlässigkeiten folgenlos bleiben. Hoffen wir, dass die zuvor schon oft gezeigte Effizienz im Abschluss das Team auch am Sonntag wieder auszeichnet und den angestrebten Heimsieg beschert.
Max Ebach, Marlon Schumacher und Jasper Müller.