Höhere Mathematik für VfB-Fans: Die Abstiegsregelung

Zu Saisonbeginn hätte sicherlich keiner rund ums Dr.Grosse-Siegstadion damit gerechnet, daß man sich im VfB-Lager am Ende der Punkterunde mit der Abstiegsregelung der Bezirksliga Ost beschäftigen muß. Da aber nach den beiden Niederlagen in Wirges und gegen Mündersbach auch vor dem abschließenden Auswärtsspiel in Rheinbreitbach der Klassenerhalt noch nicht definitiv ist, lohnt der Blick auf die Lage in den Spielklassen, deren Endstände über die Zahl der Absteiger aus der Bezirksliga bestimmen.

Die gute Nachricht vorweg: Gefahr droht dem VfB nur noch bei 5 Bezirksliga-Absteigern. Nach den jüngsten Ergebnissen vor allem in der Verbandsliga ist diese Option sehr unwahrscheinlich. Die schlechte Nachricht gleich hinterher: Da die höheren Ligen noch einige Spiele mehr auszutragen haben und die Punktabstände (siehe Tabellen links) sehr eng sind, kann sich der Bezirksliga-Fünftletzte zumindest noch ein paar Wochen lang seiner Sache nicht endgültig sicher sein.

Aber der Reihe nach. In der Regionalliga sind mit Trier und Kaiserslautern zwei Südwest-Vereine höchst abstiegsgefährdet, auch wenn die FCK-Amateure am Wochenende einen Rang gut machten. Sollten beide absteigen (und nur dann), erhöht sich die Zahl der Absteiger in der Oberliga Südwest von 2 auf 4. Dazu würden per heute Betzdorf und (zwangsweise) die Trierer Amateure gehören.

Eine Etage tiefer hätte dies 4 Absteiger aus der Rheinlandliga zur Folge. Nur wenn darunter 3 Clubs sind, die in der Bezirksliga Ost landen würden (fett markiert), gibt es 5 Absteiger in der Bezirksliga. Bliebe es bei der derzeitigen Rangfolge, dürfte hingegen sogar der abgeschlagene Viertletzte aus Steinefrenz wieder hoffen.

Man sieht: Panik ist wirklich nicht angebracht. Trotzdem wäre es aus VfB-Sicht am einfachsten, mit einem Sieg am Sonntag in Rheinbreitbach die Punktbilanz auszugleichen und allen Eventualitäten (sowie einem prickelnden Entscheidungsspiel bei Punktgleichheit) vorzubeugen.