Nach 3:0-Heimsieg gegen Alpenrod fällt die Entscheidung am letzten Spieltag

Auch im letzten Heimspiel der am kommenden Sonntag endenden Saison ließ der VfB Wissen nichts anbrennen. Gegen die SG Alpenrod gab es einen ungefährdeten 3:0-Sieg, auch wenn die Zuschauer im Dr.Grosse-Siegstadion fast eine Stunde auf den ersten Wissener Treffer warten mußten. Da auch Niederfischbach und Westerburg ihre Partien gewannen, fällt die Entscheidung um den Aufstieg in die Bezirksliga erst am letzten Spieltag. Angesichts der nach wie vor zwei Zähler Rückstand haben sich die VfB-Chancen vor dem abschließenden Auswärtsspiel in Wallmenroth allerdings deutlich reduziert.

Foto: Deniz Inan (rechts) und Nima Kalantari (links) sorgten für die Tore gegen Alpenrod.

Gegen einen ausgesprochen defensiv agierenden Gegner tat sich die Mannschaft von Spielertrainer Marco Weller zu Beginn der Partie recht schwer. Bei einem Schuß von Matthias Höck, der haarscharf am linken Pfosten vorbeizischte, war bereits nach acht Minuten die Führung möglich. Ansonsten aber verteidigten die Gäste recht geschickt. Die klare Feldüberlegenheit brachte zwar einige weitere Chancen, doch bis zum Seitenwechsel konnten die Alpenroder den Kasten sauber halten.

Von seiner Marschroute ließ sich der VfB auch nicht durch einen Wolkenbruch abbringen, der nach dem Wiederanpfiff von Schiedsrichter Stockschläder aus Herdorf über dem Dr.Grosse-Siegstadion niederging. Die 1:0-Führung erzielte Nima Kalantari nach einem gekonnten Doppelpaß mit Stephan Heß. Sein trockener Flachschuß von der Strafraumgrenze landete nach 59 Minuten unhaltbar im kurzen Eck.

Danach war wieder einmal Goalgetter Deniz Inan am Zuge, der sich bis dahin besonders intensiver Bewachung erfreute. Einen Slalomlauf durch den Gästestrafraum schloß der Angreifer mit seinem 31.Saisontor zum 2:0 (73.) ab. Damit war die Partie gelaufen, auch wenn Alpenrod im Gegenzug zu seiner besten Torgelegenheit kam. Sascha Kill im Wissener Tor verlebte einen ausgesprochen geruhsamen Nachmittag.

Den Schlußpunkt setzte erneut Nima Kalantari nach einem der schönsten Angriffe des gesamten Spiels. Mattias Höck setzte Tomasz Gawenda auf den rechten Flügel in Szene, dessen scharfe Hereingabe drückte Kalantari zum 3:0-Endstand (82.) über die Linie. In den Schlußminuten hätte der Erfolg noch klarer ausfallen können.

Fazit: Die 13 Heimspiele der Saison 2010/11 brachten dem VfB zwölf Siege und ein Remis bei zusammen 45:8 Toren. An der Bilanz auf eigenem Platz hat es also nicht gelegen, wenn es am Ende nicht zum Meistertitel reicht. Beim Abschlußspiel in Wallmenroth (29.5.) wird es darum gehen, mit einem weiteren Sieg die kleine Restchance zu wahren. Die Aufstellung gegen Alpenrod: Sascha Kill, Matthias Höck, Marco Weller, Jan Conrads, Stephan Heß (76. Ugur Ünal), Jeremy Speicher (85. Marvin Reifenrath), Osman Kuvvet, Niklas Breuer, Tomasz Gawenda, Deniz Inan, Nima Kalantari.