Rheinlandliga: VfB verpasst den Heimsieg gegen Immendorf – 0:0

Anders als bei den beiden letzten Gastspielen des TuS Immendorf im Wissener Stadion gelang dem VfB diesmal nicht der dringend benötigte Heimsieg. 175 Zuschauer rund um den trotz der Doppelveranstaltung noch recht gut bespielbaren Hartplatz sahen keine Tore. Das 0:0-Unentschieden war natürlich nicht das Ergebnis, das der Mannschaft von Trainer Marco Weller angesichts der Tabellen-Situation weitergeholfen hätte.Die beiden Teams lieferten trotz ihrer prekären Situation ein faires Spiel ab, das von Schiedsrichter Jan Ulmer gewohnt souverän geleitet wurde.Neben der Enttäuschung über den ausgebliebenen Dreier sorgte auch erneutes Verletzungspech für Frust beim VfB-Anhang. Die „schwarze Serie“ der letzten Monate und Wochen setzte sich auch am Sonntag fort. Diesmal erwischte es kurz vor dem Abpfiff Torwart und Mannschaftskapitän Lukas Litschel, der mit einem Muskelfaserriß ausscheiden musste und nun vier bis sechs Wochen fehlen wird.Jonas Fuhrmann (Nr.5) hatte eine ungewohnt offensive Rolle.Zum Spiel: Der VfB ging ohne seine komplette Sturmreihe in die Partie, was man den wenig gefährlichen Offensivbemühungen des Teams anmerkte. Bis zur Pause hatten die Immendorfer in einer Partie auf sehr überschaubarem Niveau mehr vom Spiel und folgerichtig auch ein Plus an Torchancen. Zweimal verhinderte Lukas Litschel mit starken Paraden den Rückstand.In der ersten Halbzeit war vor dem Wissener Tor mehr los als auf der Gegenseite. Hier klärt zweimal Marius Wagner.Nach der Pause war die Heimelf besser im Spiel und hatte sich auch auf die langen Schläge der Gäste besser eingestellt. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Wissener Übergewicht größer und die Chancen zwingender, doch das erlösende Tor wollte nicht fallen. Viermal lag das 1:0 in der Luft, doch weder Max Krauß noch Luis Schneider sowie Philipp Weber brachten den Ball im Tor unter. Auch eine ganze Serie von Ecken und Freistoßflanken in den letzten 15 Minuten brachte (fast schon gewohnt in dieser Saison) nichts ein.Immendorfs Keeper Moritz Weißenborn bekam erst nach der Pause mehr zu tun.Das Fazit von Trainer Marco Weller: „Der Gegner hat eigentlich nur hohe Bälle auf ihre langen Kerle gespielt. Da war mir schon klar, wie das wahrscheinlich ablaufen wird und das der Ball oft in der Luft sein wird. Es war für uns sehr schwierig, in einen vernünftigen Spielrhythmus zu finden, wir haben uns lange sehr schwer getan. In der ersten Halbzeit hatten wir viele Situationen, in der wir in der gegnerischen Hälfte in Überzahl waren, es aber nicht gut ausgespielt haben. Deshalb sind wir gar nicht erst zu Torchancen gekommen.“Philipp Weber (hier im Duell mit Immendorfs Jan Bruker) verpasste in der Endphase zweimal knapp das wohl entscheidende 1:0.Viele Standards, kein Tor. Auch dieser Kopfball von Tom Pirsljin in der Nachspielzeit ging über die Latte.

„Die Jungs haben alles reingehauen, auch wenn in den Zweikämpfen manchmal die Cleverness gefehlt hat. Bei einigen gut gespielten Angriffen haben wir dann in den wichtigen Situationen die falschen Entscheidungen getroffen. Das war oft zu unpräzise oder zu kompliziert. Ärgerlich ist natürlich, dass wir keine von unseren Topgelegenheiten in der Schlussphase genutzt haben, den Sieg hätten wir dringend gebraucht.“Luis Schneider hielt trotz seiner Leistenprobleme durch.Micha Fuchs am Ball.

Die VfB-Aufstellung gegen Immendorf: Lukas Litschel (91. Marvon Scherreiks), Tim Leidig, Max Krauß, Tom Pirsljin, Marius Wagner (78. Sergio Zules Muriel), Philipp Weber, Lukas Becher , Mustafa Tuysuz, Micha Fuchs, Jonas Fuhrmann (46. Til Cordes), Luis Schneider (90. Tom Zehler). Schiedsrichter: Jan Ulmer. Zuschauer: 175.Mustafa Tuysuz einmal am linken, einmal am rechten Flügel.Schon am kommenden Mittwoch geht es weiter. Dann steht das Auswärtsspiel beim VfB Linz an, der aktuell den ersten Nichtabstiegsplatz belegt. Trotz der vielen Ausfälle wird unsere Mannschaft versuchen, auch auf dem Kaiserberg zu punkten. Der verrückte Verlauf der vergangenen Saison hat bewiesen, dass es keinen Anlass gibt, die Flinte zu früh ins Korn zu werfen. Mit Jacov Jancek steht nun auch einer der Langzeitverletzten vor seinem Comeback.Lukas Becher (links) steht kurz vor seinem 200. Pflichspieleinsatz für den VfB.