Ausgesprochen souverän erledigte die 1.Mannschaft des VfB Wissen ihre Aufgabe in der zweiten Runde des Rheinlandpokals und setze sich bei der SG Alpenrod klar mit 4:0 (2:0) durch. Der Sieg beim Bezirksligisten war nie gefährdet und auch in der Höhe verdient, wobei die Gastgeber auf dem Rasenplatz in Nistertal nie aufsteckten und sich bis zum Abpfiff mit hoher Laufbereitschaft um eine Resultatsverbesserung bemühten.
Früher Asche, jetzt sattes Grün: Einlauf der Mannschaften in Nistertal.
Trainer Dirk Spornhauer hatte seine Startelf gegenüber dem Wochenendspiel gegen Ahrweiler auf einigen Positionen geändert. Seinem Team spielte es in die Karten, dass in beiden Halbzeiten schnelle Tore gelangen, die dem eigenen Spiel trotz der Umstellungen Sicherheit gaben und dem Gegner gleichzeitig ein wenig den Stecker zogen. So war die Partie früh entschieden und dem VfB blieb vier Tage vor dem schweren Auswärtsspiel bei Cosmos Koblenz ein enges Match oder gar eine Verlängerung erspart.
Schiedsrichter Henning Reif (hier mit seinen Assistenten Markus Robert Pfitzmaier und Julian Weins) hatte mit der fairen Begegnung keine Mühe.
Kaum 60 Sekunden waren erst gespielt, als dem VfB bereits mit seinem ersten Angriff die Führung gelang. Luca Kirschbaum köpfte aufs Tor, der junge SG-Keeper Jakob Bach konnte im kurzen Eck zunächst stark parieren, war aber gegen den Nachschuss des aufgerückten Tom Pirsljin machtlos. Auch nach dem frühen 1:0 blieb der VfB am Drücker und kam schon in der Anfangsphase zu einer ganzen Serie von Eckbällen. Im Anschluss an eine der Ecken fiel auch das zweite Tor, nachdem der Ball zunächst wie eine Flipperkugel durch den dicht besetzten Alpenroder Strafraum geflogen war.
Freude über die frühe 1:0-Führung durch Tom Pirsljin.
Luca Kirschbaum machte der turbulenten Szene mit einem satten Flachschuß aus 12 Metern ins linke Eck ein Ende und es stand 2:0 (27.). Weitere Treffer waren bis zur Pause möglich, ebenso je ein Foulelfmeter auf beiden Seiten. Die erste echte Chance der Alpenroder hatte Routinier Kenny Scherreiks nach 34 Minuten, doch seine Direktabnahme aus halbrechter Position bereitete seinem ansonsten kaum beschäftigten Bruder Marvin im Wissener Tor keine Probleme.
Viel Betrieb im Alpenroder Strafraum in der Anfangsphase.
Auch nach Wiederanpfiff mussten die gut 150 Zuschauer nicht lange auf den nächsten Treffer warten, und erneut war es der VfB, dem ein Doppelschlag und damit die frühzeitige Entscheidung des Pokalspiels gelang. Dabei halfen die Alpenroder zunächst durch ein Eigentor mit. Dominik Soldo hatte sich mit einem feinen Dribbling auf dem linken Flügel durchgesetzt und passte in die Mitte, wo der erst kurz zuvor eingewechselte Marc Wenzelmann die scharfe Hereingabe zwar vor dem einschussbereiten Aimen Aslan erwischte, aber bei seinem Klärungsversuch zum 0:3 (48.) ins eigene Netz traf.
Luca Kirschbaum und Mirkan Kasikci (Nr.5) haben hier einmal das Nachsehen.
Steven Winzenburg machte schließlich nur drei Minuten später mit seinem 0:4 (51.) den Deckel drauf. Nach einem wunderbaren Doppelpass mit Mirkan Kasikci stand er alleine vorm Torwart und spitzelte den Ball mit der Fußspitze zum Endstand ins lange Eck. Schiri Reif lag in dieser Szene mit seiner Auslegung der Vorteilsregel goldrichtig. Damit stand der Sieger fest und die restlichen knapp 40 Minuten liefen aus blau-weißer Sicht unter dem Motto „Ergebnis-Verwaltung“, was nach den nervenaufreibenden Spielen am Wochenende ja auch mal ganz schön war.
Neuzugang Dominik Soldo kam zu seinem Startelf-Debut im VfB-Dreß.
Das Tempo des Spiels blieb bis über die gesamten 90 Minuten hoch, weitere Wissener Treffer gab es aber trotz einiger guter Gelegenheiten nicht mehr. In der vorletzten Minute des Spiels hatte dann die SG Alpenrod ihre größte Chance während des gesamten Spiels und verpasste durch einen Fehlschuß aus kurzer Distanz den Ehrentreffer. Mit dem Erfolg steht der VfB nach dem Freilos in der ersten Runde bereits in Runde 3. Der nächste Pokalgegner steht noch nicht fest.
Mirkan Kasikci am Ball. Ganz rechts der junge Aimen Aslan, der mit einigen mutigen Aktionen glänzte.
Das Fazit von Trainer Dirk Spornhauer: „Es ist immer schön, wenn Du bei einem solchen Pokalspiel früh 1:0 in Führung gehst. Wir haben es gegen einen tief stehenden Gegner auf einem engen Platz gut gemacht. Wir haben Geduld bewiesen und dann auch das 2:0 erzielt, das war natürlich beruhigend. Mit dem dritten Tor, dem eine starke Aktion von Dominik vorausging, war das Spiel gegessen. Wir haben die Partie gut kontrolliert und die Sache solide erledigt. Viele, die bisher ein bißchen hinten dran waren, haben Spielpraxis sammeln können. Wir können rundum zufrieden sein.“
Furkan Cifci (im Hintergrund) und Dominik Soldo bearbeiteten die linke VfB-Seite.
Die VfB-Aufstellung bei der SG Alpenrod: Marvin Scherreiks, Mirkan Kasikci (66. Tom Zehler / 80.Til Cordes), Max Krauß, Tom Pirsljin, Furkan Cifci, Dominik Soldo, Steven Winzenburg (57. Suan Demaili), Philipp Weber, Lukas Becher, Luca Kirschbaum (66. Kerem Sari), Aimen Aslan (66. Hüseyin Samurkas). Schiedsrichter: Henning Reif. Zuschauer: 150.
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