Der VfB erhält die drei Punkte aus dem Skandalspiel beim TuS Montabaur

Die Berufung in Sachen Montabaur war erfolgreich: Die Verbandsspruchkammer revidierte nach der Verhandlung am Dienstagabend in Koblenz das Urteil der ersten Instanz. Diese hatte zunächst auf eine Wiederholung der Partie entscheiden, was angesichts der Vorkommnisse auf dem Kunstrasenplatz in Horressen nicht nur die Presse “überraschend” fand. Nun kam die FVR-Kammer unter dem Vorsitz von Willibald Hannappel zum Schluß, dass das Spiel mit 3:2 Toren, also dem Stand zum Zeitpunkt des Abbruchs, für den VfB Wissen zu werten sei.

Der TuS Montabaur muß zudem die nicht unerheblichen Kosten des Verfahrens tragen und wurde damit für die brutalen Tätlichkeiten seiner beiden Rotsünder und die zum Abbruch führende Bedrohung des Schiedsrichters doch noch bestraft. Auch Referee Jonas Schäfer dürfte erleichtert sein. Die Entscheidung ist nicht anfechtbar. Hoffen wir, dass beim Rückspiel im Frühjahr wieder der Sport im Mittelpunkt steht und das Spiel nach fairem Verlauf erst mit Ablauf der vollen Spielzeit von 90 Minuten endet. Am VfB soll es nicht liegen.

Die nun am grünen Tisch errungenen Punkte wären auch bei regulärer Fortsetzung des Spiels sehr wahrscheinlich gewesen, denn schließlich lag die Reitz-Elf bei eigener Überzahl fünf Minuten vor Abpfiff in Führung. Die drei Zähler bringen, wie die korrigierte Tabelle (oben) zeigt, einen Sprung auf den vierten Platz. Dabei kommt dem VfB zugute, dass in dieser Saison niemand eine lange Siegesserie starten konnte und kein Team aus den 15 Spielen mehr als 9 Siege einfuhr.

Allerdings  ist die Spitze immer noch fünf Punkte entfernt. Deshalb gilt es am kommenden Sonntag, im letzten Punktspiel des Jahres bei der Spvgg Lautzert-Oberdreis nachzulegen und mit einem Sieg in die Winterpause zu gehen. Die bisherige Auswärtsbilanz verbietet jede Überheblichkeit vor dem Gastspiel beim Tabellenletzten.