VfB muß beim 2:0-Pokalsieg gegen Berod in die Verlängerung

Ein schweres Stück Arbeit mit Happy End – auf diese Formel kann man den 2:0-Pokalsieg des VfB Wissen gegen den SC Union Berod-Wahlrod bringen. Der Erfolg stand erst nach 120 Mnuten fest, da der im Vorjahr aus der Bezirksliga abgestiegene Gegner bis zum Ende der regulären Spielzeit ein torloses Remis gehalten hatte.

Die Partie war auf den Rasenplatz in Altenkirchen verlegt worden, da den Berodern am eigenen Gelände eine Flutlichtanlage fehlt. Trotzdem begann der A-Ligist die Partie im Stil einer Heimmannschaft und erspielte sich bis zum Seitenwechsel nicht nur eine leichte optische Überlegenheit, sondern auch einige klare Chancen. Hier erwies sich Torwart Sascha Kill mit seinen Paraden als Retter einer erneut indisponierten Abwehr, die sich ähnlich unsicher präsentierte wie zuletzt. Über einen Rückstand hätte sich nach 45 Minuten niemand im Wissener Lager beschweren können.

Nach dem Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern dann ein völlig anderes Bild: Nun wirkte das VfB-Spiel zwingender, auch wenn es bis zur 65.Minute dauerte, ehe Torsten Neef auf Querpass von Marco Fischbach zu einer 100%-Chance kam. Umgekehrt hatten nun Michael Herzog und der zur Pause eingewechselte Markus Schöneberg ihre Gegenspieler Colin Marshall und Guido Brandenburger besser im Griff. Brandenburger fiel nur noch einmal mit einer nicht geahndeten Tätlichkeit auf, als er Maik Schmidt (vom Schiedsrichter unbemerkt) einen Schlag ins Gesicht verpasste.

Gegen die nachlassenden Beroder schien nun mehrfach die Führung greifbar. Es gab etliche gelungene Spielzüge zu sehen, bei denen mehrfach Marco Fischbach mit guten Pässen seinen Wert fürs VfB-Spiel unter Beweis stellte. Auch der agile Janosch Lotz setzte sich in Szene. Einer der Angriffe führte in der 4.Minute der Verlängerung zum überfälligen 1:0. Torsten Neef (Foto) nahm eine Flanke gekonnt mit der Brust an und verwandelte aus 8 Metern per Volleyschuß. Den 2:0-Endstand stellte nach 113 Minuten der eingewechselte Ivan Mrsic mit einem trockenen Schuß ins Beroder Netz her. Vielleicht hilft ihm das Tor, nach einigen schwachen Auftritten das zuletzt fehlende Selbstvertrauen zurückzugewinnen.

Die Aufstellung: Sascha Kill, Maik Rumpel, Jan Oravec, Michael Herzog, Jens Zimmermann (46.Markus Schöneberg), Kevin Leicher, Maik Schmidt, Marco Fischbach, Torsten Neef, Andreas Heid (58.Tomasz Gawenda), Janosch Lotz (101. Ivan Mrsic).