Viele Ausfälle, zwei Tore, drei Punkte: VfB II mit 2:0-Heimsieg gegen Atzelgift

Nach dem Remis zum Auftakt und der herben Pleite am vergangenen Wochenende kam die 2.Mannschaft des VfB Wissen am Sonntag zum ersten Sieg der Saison 2025/26. Gegen den Aufsteiger SG Atzelgift / Nister hieß es nach 90 fairen Minuten am Ende 2:0. Dabei waren auf Wissener Seite bei dem relativ ungefährdeten Heimerfolg die personellen Voraussetzungen ausgesprochen schwierig.

Felix Beib, Adrian Ueckerseifer, Maik Schnell, Pascal Freudenberg, Marlon Schumacher, Jona Heck und Tom Louis Siegel – die Liste der Stammkräfte, die dem ebenfalls wegen Verletzung aussetzenden Spielertrainer Emre Bayram am Sonntag fehlten, war lang. So standen trotz des Debüts der erstmals spielberechtigten Neuzugänge Adriano Oppedisano und Ridvan Cerci sowie der Unterstützung durch Marius Wagner aus dem Rheinlandliga-Kader nur 13 Aktive (11 Feldspieler und zwei Torhüter) zur Verfügung.Stürmer im Abwehrpelz: Kapitän Simon Ebach durfte nach längerer Zeit mal wieder im Sturmzentrum ran.

Das dezimierte VfB-Team, das somit nur zweimal wechseln konnte, machte seine Sache gut und zeigte vor allem von Beginn an das nötige Engagement, auch wenn der spielerische Glanz wegen der zahlreichen Umstellungen verständlicherweise zunächst fehlte. So spielte sich die Partie in den ersten 20 Minuten überwiegend zwischen den Strafräumen ab. Bei den beiden besten Gelegenheiten zur Führung stand Rückkehrer Adriano Oppedisano jeweils im Mittelpunkt.

Adriano Oppedisano, der seit der Jugend für den VfB am Ball war, kehrte zu Saisonbeginn von der SG Gebhardshain nach Wissen zurück und hatte ein gutes Comeback. Unten seine Chance zum 1:0.

Zunächst wurde er vom durchgebrochenen Max Ebach im Strafraum bedient, zögerte frei vorm Gästekeeper aber zu lange mit dem Abschluß, sodass sein Schuss von einem Abwehrspieler noch abgewehrt werden konnte (Foto oben). Dann wurde Adriano an der Strafraumgrenze von einem viel zu spät kommenden Verteidiger Nils Stoffels klar gelegt, doch Schiedsrichter Birol Koyun bewertete die Szene anders und verzichtete auf den Elmeterpfiff (Foto unten).

Kurios fiel dann nach 36 Minuten die Wissener Führung, als Max Ebach nach einem Preßschlag am Fünfmetereck unhaltbar ins Atzelgifter Tor traf. Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt: Feldüberlegenheit und ein paar gute Chancen für den VfB, kaum gelungene Offensivbemühungen der Gäste, die zwar nicht aufsteckten, aber gegen die weitgehend sichere VfB-Defensive nur wenig zustande brachte.Max Ebach besorgte das 1:0.

Neuzugang Ridvan Cerci machte dann nach 79 Minuten mit dem sehenswerten Linksschuß in den rechten Winkel das 2:0 und somit alles klar. Bei drei weiteren Gelegenheiten hätte das Ergebnis auch noch höher ausfallen können, zumal nun die Einwechslung von Torwart Mel Brucherseifer als Sturmtank die Offensive noch einmal belebte.Julian Happ bei zwei seiner Flügelläufe.Auch die SG hatte nach 88 Minuten noch eine Top-Gelegenheit auf den Anschlußtreffer, doch VfB-Keeper Dennis Schumacher klärte gegen den alleine auf ihn zulaufenden Gästestürmer per Fußabwehr glänzend. Fazit: Den Personalproblemen getrotzt, Punkte geholt – passt. Allerdings wird die Saison noch viele sehr viel stärkere Gegner bringen, als es die aktuell noch tor- und punktlose SG Atzelgift an diesem Nachmittag war.Lukas Klein im Zweikampf mit seinem ehemaligen Mannschaftskameraden Melvin Seifer.

Emre Bayram: „Das war ein überzeugender Auftritt von uns. Heute hatte ich das Gefühl, dass wir endlich in der Saison angekommen sind. Wir waren von Anfang an wach, in den Zweikämpfen da und hatten auch mehr Spielanteile. Zum Teil haben wir gut kombiniert. Eine 100-prozentige Chance haben wir liegen lassen, sind aber in der ersten Halbzeit vorne noch zu selten durchgekommen.“Marius Wagner (Mitte) kommt bei dieser Flanke nicht zum Zug.

„Das 1:0 war hochverdient, und in der 2.Halbzeit hat man dann schon den Unterschied zwischen beiden Mannschaften gesehen. Wie wir nach vorne gespielt und uns Chancen erarbeitet haben, hat mir auch spielerisch gefallen. Ridvan hat dann mit einer mutigen Aktion den Deckel zugemacht und uns die ersten drei Punkte gesichert. Darauf können wir aufbauen.“Jasper Müller bei einem gewonnenen Kopfballduell.

Die VfB-Aufstellung gegen Atzelgift: Dennis Schumacher, Mario Weitershagen, Lukas Klein, Marius Wagner, Silas Piontek (75. Mel Brucherseifer), Lukas Deger, Jasper Müller (61. Ridvan Cerci), Julian Happ, Adriano Oppedisano, Simon Ebach.

Das Programm der kommenden Wochen: