A-Junioren schließen mit 2:1-Heimsieg gegen Rengsdorf zur Tabellenspitze auf

Mit dem 2:1-Heimsieg gegen die JSG Laubachtal Rengsdorf schlossen die A-Junioren nach Punkten zum Tabellenführer Heimbach-Weis auf, der am Freitag in Scheuerfeld nicht über ein torloses Remis hinausgekommen war. Mit jeweils acht Siegen und einem Unentschieden haben sich beide Mannschaften schon deutlich vom restlichen Feld in der Bezirksliga Ost abgesetzt und dürften die ersten Anwärter auf den Rheinlandliga-Aufstieg sein. Allerdings war der Auftritt unserer Mannschaft am Samstag alles andere als überzeugend und der Sieg gegen den Tabellen-Vorletzten am Ende eher glücklich.

Die Gäste, die bisher erst 7 Punkte eingefahren hatten, machten von Beginn an mit viel Einsatz ihre spielerischen Nachteile wett und entschieden im ersten Abschnitt die meisten Zweikämpfe für sich. Das in den vergangenen Wochen so glänzend aufgelegte Team von Trainer Jens Schütz fand übetrhaupt keine Einstellung zum Spiel und zeigte vor allem Fehlpässe und Nachlässigkeiten. Auch in der Defensive stimmte es nicht, und die Führung der Rengsdorfer nach 25 Minuten war absolut verdient. Sie hätte sogar noch höher ausfallen können, doch Torwart Mel Brucherseifer klärte zweimal in höchster Not.

Vor guter Kulisse auf dem Hartplatz im Dr.Grosse-Siegstadion lagen also alle Hoffnungen auf der zweiten Halbzeit – und der Spielverlauf änderte sich tatsächlich. Offensiv fanden die Gäste nun nicht mehr statt, doch auch auf der Gegenseite waren die echten Torszenen eher selten. So musste ein kurioses Eigentor helfen: Nach einem langen Ball in die Spitze wollte ein Verteidiger der Gäste klären, produzierte aber an der Strafraumgrenze einen kapitalen Querschläger, der am herausgeeilten Torwart vorbei gemächlich zum 1:1 (56.) ins lange Eck hoppelte.

Damit war die Wisserländer Schlußoffensive eingeläutet, und schon zwei Minuten später hätte der durchgebrochene Noah Schmidt alleine vor dem Gästekeeper die Führung erzielen können, schob den Ball aber haarscharf am linken Pfosten vorbei. Danach gab es wie schon bei einem vermeintlichen Abseitstor nach 11 Minuten große Aufregung um zwei Entscheidungen von Schiri Kuhlen. Zunächst hatte der junge Referee beim 2:1 durch Pascal Heinze (66.) erneut (und wohl zu Unrecht) eine Abseitsstellung gesehen, dann entschied er sich nach einer Attacke an Jona Heck (74.) gegen den Elfmeterpfiff.

Der erlösende Siegtreffer lag aber nun ständig in der Luft und die Gäste konnten sich kaum noch befreien. Sechs Minuten vor dem Ende war es dann endlich soweit. Eine der vielen Ecken in der Schlußphase verlängerte Tom Luca Greb per Kopf zum 2:1 (85.) in die lange Ecke. Fazit: In den kommenden Wochen und insbesondere beim direkten Duell mit Heimbach-Weis im Dezember ist wieder eine deutliche Leistungssteigerung nötig. Vielleicht war die Partie gegen Rengsdorf eine Warnung zur rechten Zeit, auch Gegner aus der Abstiegszone von Anpfiff an ernst zu nehmen.

Die Aufstellung gegen Rengsdorf: Mel Brucherseifer, Jan Stricker, Jona Heck (Sedranina Röck), Melvin Seifer, Paul Christian, Louis Vedder, Pascal Heinze, Julian Happ, Tom Greb, Noah Schmidt (Ron Hähner) und Tim Leidig (Lorenz Klein).