Gymnasium Wissen holt fünften JtfO-Landestitel in Folge

Berlin… Berlin… wir wollen nach Berlin! Das war nun schon zum dritten Mal das Motto der Leichtathletikgruppe von Thomas Heck im Kopernikus-Gymnasium Wissen, und es hat auch zum dritten Mal gereicht, die Tickets für die Fahrt zum Bundesfinale in das Jahnstadion der Bundeshauptstadt zu lösen.

Da freuten sich mal wieder die Lehrer: Die weiblichen Schützlinge des Kopernikus-Gymnasiums, mittlerweile in die Wettkampfklasse II aufgerückt, holten sich zum fünften Mal in Folge den Landestitel bei Jugend trainiert für Olympia. Natürlich hat die Schule dies, neben ihren Athletinnen, auch dem Umfeld der LG Sieg und des VfB Wissen mit den Trainerinnen Ibolya Torma und Petra Hassel sowie natürlich Kornelia Blanke zu verdanken, in deren Trainingsgruppe fast alle angetretenen Schülerinnen trainieren. Nur Sarina Lautner hat bekanntlich vor wenigen Monaten der Leichtathletik Adieu gesagt und tritt nur noch sporadisch an, wie etwa bei diesem Schulwettbewerb. Die Rheinland-Pfalz-Meisterinnen sind in der Reihenfolge der Businsassen-Bilder, die hier zugegebenermaßen nicht gut erkennbar sind: Clara Schmidt, Hannah Huhn, Nele Schneider, Celina Harzer, Sarina Lautner, Franka Hassel, Franziska Arndt, Katharina Weller, Lea Lemke, Hannah Wagner und Antonia Fischer.

Nachdem die elf Mädchen bereits in den Vorrunden ziemlich unangefochten durchmarschiert waren, fanden sie sich beim Landesfinale wieder einmal klar favorisiert im Stadion von Konz wieder. Die Konkurrentinnen aus Mainz, Zweibrücken, Koblenz und Idar-Oberstein lagen alle auf einer Höhe… untereinander. Denn wenngleich sie alle mit Gesamtpunktzahlen zwischen 6900 und 7050 gute Werte aufbieten konnten, so mussten sie doch anerkennen, dass die Damen von der Sieg mit mehr als 7400 Punkten in einer anderen Liga spielten. Da hätte schon ein größerer Lapsus passieren müssen, um ihnen den Titel streitig zu machen, zumal die Mädchen auch auf der jeweiligen dritten Position (die ersten beiden kommen in die Wertung) gut aufgestellt waren, das gab zusätzliche Sicherheit. Und dass beide Staffeln den Stab verlieren oder gar miteinander kollidieren sollten, war eher nicht zu erwarten.

Das trat dann auch nicht ein. Zwar waren nicht alle Einzeldisziplinen so überzeugend, wie sie sich das vielleicht gewünscht hätten, aber so mancher gute Wert und auch persönliche Bestwert war wieder zu verzeichnen. Und am Ende stand der Triumph fest: Mit einer Gesamtpunktzahl von 7504 waren die Kopernikusmädchen auch dieses Mal nicht zu schlagen. Celina über 800m (2:33), Nele im Weitsprung (5,12), Lea im Hochsprung (1,64), Lea und Nele im Speerwurf souverän, aber von der PB weit entfernt. Etwas Herzklopfen dann noch bei der Staffel: Für die angestrebten 7400 Punkte war eine Zeit von 53 Sekunden völlig ausreichend, aber dann wollten sie doch mehr, und ganz so weit wie sonst war die Konkurrenz mit etwa 170 Punkten diesmal nicht entfernt. Schließlich sind sie aber unbeschadet ins Ziel gekommen. Die Zeit lag bei 50,88s, damit konnte die Schallmauer von 7500 Punkten geknackt werden. Die Zweitplatzierten vom Koblenzer Cusanus-Gymnasium hatten am Ende doch fast 250 Punkte Rückstand und die Maria Ward-Schule Mainz lag mit 7143 Punkten nochmal 100 Punkte dahinter.

Somit können sich die Athletinnen jetzt erstmal wieder auf wichtige Aufgaben auf Vereinsebene konzentrieren: Die Süddeutsche Meisterschaft in Wetzlar steht unmittelbar bevor, und auch bei der Deutschen Jugendmeisterschaft wird Lea wieder antreten. Das Bundesfinale in Berlin hat dann noch etwas Zeit und wird Mitte September über die Bühne gehen.