Bezirksliga: Gelungener Saisonstart für den VfB beim 5:2-Sieg in Horressen

Beim Aufsteiger SG Horressen / Elgendorf hatte der VfB Wissen einen erfolgreichen Auftakt in die Bezirksliga-Saison. Das Endergebnis von 5:2 gab die Kräfteverhältnisse korrekt wieder, denn der VfB dominierte, von einer schwachen Phase nach der Pause abgesehen, die Partie eindeutig. War bis zur Pause die Chancenverwertung noch das größte Manko, sorgte der nach gut einer Stunde eingewechselte Leandro Fünfsinn mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von nur 13 Minuten für klare Verhältnisse.

Von Beginn an viel Getümmel im Strafraum der Gastgeber.

Das schwüle Wetter tat dem Wissener Spielfluss keinen Abbruch, denn von Beginn an dominierte die Mannschaft das Spiel klar. Auch gut herausgespielte Torszenen sprangen recht schnell heraus. Beim Lattenkracher von Jannik Krämer (8.) war Pech im Spiel, einige weiteren Gelegenheiten in der Anfangsphase aber wurden fahrlässig vergeben. Beim ersten Angriff der Hausherren folgte prompt die kalte Dusche, als Adrian Buch mit einem cleveren Heber aus spitzem Winkel zum 1:0 (20.) traf.

Der 17-jährige Jerome Neuhoff bestritt sein erstes Punktspiel im VfB-Dress.

Bis zum 1:1-Ausgleich (32.), den Tom Zehler per Kopf nach einer Flanke von Felix Arndt erzielte, dauerte es allerdings nicht lange. Danach boten sich dem VfB ausreichend Top-Chancen, um die Auftaktbegegnung schon bis zur Pause zu entscheiden, doch entweder parierte der starke SG-Keeper Nils Weimer oder seine Abwehrkollegen klärten auf der Linie. So blieb es bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Ralf Volk beim für die SG durchaus schmeichelhaften Gleichstand.

Philipp Weber am Ball.

Das Ergebnis hatte nach Wiederanpfiff aber nur noch gut drei Minuten Bestand, denn Neuzugang Jannik Krämer traf mit einem wuchtigen Kopfball nach einer perfekten Flanke von Jakov Jancek zum 1:2 (Foto). Nachdem Felix Arndt kurz darauf das 1:3 knapp verpasst hatte, folgte überraschend die schwächste Wissener Phase im Spiel. Horressen setzte nun erstmals seit Beginn auf mehr Offensive und kam allzu leicht vor das wieder von Lukas Litschel  gehütete VfB-Tor.

Das Kopfballtor zum 1:2 durch Jannik Krämer.

Die Nachlässigkeiten blieben folgenlos, und mit dem 1:3 (71.) durch Leandro Fünfsinn war die Vorentscheidung gefallen. Die Vorarbeit für die Direktabnahme des Goalgetters ins lange Eck hatte Felix Arndt mit einem Flügellauf über rechts geliefert. Beim 1:4 (78.) kam die Flanke vom ebenfalls eingewechselten Mustafa Tuysuz. In der 84.Minute machte Leandro Fünfsinn mit dem 1:5 aus kurzer Distanz seinen Hattrick komplett.

Jacov Jancek.

Erneut kam der Pass von Mustafa Tuysuz, der damit das glückliche Händchen des Trainers bei seinen Wechseln an diesem Tag bestätigte. Mit dem 2:5 durch Lennart Reimers eine Minute später betrieb die SG Horressen / Elgendorf, die in der Zwischenzeit durch eine rote Karte wegen Nachtretens dezimiert war, noch einmal Ergebniskosmetik. Insgesamt aber sahen die 240 Zuschauer rund um den Kunstrasenplatz eine ausgesprochen faire Partie.

Lukas Becher.

Felix Arndt bereitete zwei Treffer vor.

Trainer Dirk Hannappels Kommentar zum Spiel: „Mit der ersten Halbzeit war ich trotz des 1:1-Zwischenstandes sehr zufrieden. Wir haben einfach geilen Fußball gespielt, allerdings ganz viele Chancen liegen gelassen. Die zweite Halbzeit war teilweise zähes Brot, nach unserer Führung zum 2:1 hat das Spiel sogar für fünfzehn Minuten auf der Kippe gestanden, das muss man kritisch anmerken. Da haben wir zu passiv agiert und dem Gegner viel zu viel Raum gelassen.“

Til Cordes, beim Pokalspiel in Weyerbusch noch vierfacher Torschütze, musste den Platz mit muskulären Problemen nach gut einer Stunde verlassen.

„Mit den Einwechslungen von Mustafa Tuysuz und Leandro Fünfsinn hat sich dann alles wieder in die richtige Richtung gedreht, obwohl Leandro nach drei Monaten Verletzungspause erst zwei Trainingseinheiten absolviert hatte. Wir haben das Spiel am Ende natürlich hochverdient gewonnen, den Gegner aber noch mal stark gemacht, als der schon gar nicht mehr selbst daran geglaubt hat. Wichtig ist vor allem: Wir wollten gewinnen, und das haben wir geschafft.“

Julian Wienold.

Die VfB-Aufstellung: Lukas Litschel, Tim Leidig, Tom Zehler, Jerome Neuhoff, Julian Wienold (72. Mustafa Tuysuz), Philipp Weber, Jannik Krämer, Lukas Becher (78. Marius Wagner), Felix Arndt (78. Luca Lutz), Til Cordes (62. Leandro Fünfsinn), Jacov Jancek. Schiedsrichter: Ralf Volk (Koblenz-Pfaffendorf). Zuschauer: 240.

Manöverkritik nach dem Spiel.