Das gemeinsame Ziel: Kunstrasen und Tartanbahn im Dr.Grosse-Siegstadion

Seit Anfang 2015 bemüht sich der VfB Wissen gemeinsam mit dem Kopernikus-Gymnasium und der Realschule Plus um die Schaffung eines Kunstrasen-Spielfeldes und einer Tartanbahn im Wissener Stadion. Nachdem sich jahrelang trotz des teilweise maroden Zustandes der Zentralen Sportanlage auf kommunaler Seite wenig tat, kommt nun Bewegung in die Sache. Der VfB-Vorstand freut sich sehr, dass auch die CDU Wisserland sich dem Anliegen mit ganzer Kraft anschließen will. Hierzu kam es im Stadion vor einigen Wochen zu einem sehr positiven Austausch mit Bürgermeister Berno Neuhoff und Vertretern der Christdemokraten (Foto oben von links: Rudolf Krämer, Albert Rödder, Robert Leonards, Peter Schwan, Sebastian Papenfuß, Frank Haak und Berno Neuhoff). Die CDU veröffentlichte hierzu eine Pressemitteilung, die wir nachstehend gerne wiedergeben:

“Zu einem sportlichen Gedankenaustausch trafen sich Mitglieder des Vorstandes des VfB Wissen mit der CDU Wisserland und Bürgermeister Berno Neuhoff. Ergebnis: Die sportlichen Begebenheiten, insbesondere der Hartplatz und die Laufbahn in der zentralen Sportanlage (ZSPA) sind alles andere als gut: Die Drainage auf dem Hartplatz und die alte Aschelaufbahn sind kaputt und nicht mehr wettkampf- und wettbewerbsfähig. Die Vereine im Wisserland und die Wissener Schulen brauchen dringend Verbesserungen!

Daher hatte der Haupt-und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde Wissen kürzlich beschlossen, einen Zuschussantrag an Kreis und Land zu stellen, damit in der ZSPA ein neuer Kunstrasenplatz und eine Tartanbahn entstehen können. Das Wisserland ist die einzige Verbandsgemeinde im Umkreis die kein solches Spielfeld hat. Bis es soweit ist – da waren sich alle einig – liegt natürlich noch ein längerer und schwieriger Weg vor allen Akteuren. Aber es ist möglich!

VfB – Geschäftsführer Frank Haak: „Wir sind optimistisch, dass es gelingen kann, wenn Verbandsgemeinde, Vereine und Schulen gemeinsam an einem Strang ziehen. Wir wollen dazu beitragen.“ 200.000 Euro will allein der VfB Wissen beisteuern und hatte das kürzlich in einem Treffen aller betroffener Sportvereine betont. „Das ist ein wichtiges Signal für das gesamte Projekt“, so Berno Neuhoff. „Die Verbandsgemeinde Wissen kann das alleine nicht stemmen – nur gemeinsam geht’s.“

Bei dem gemeinsamen Termin von CDU Wisserland und VfB Wissen besichtigte man die gesamte Anlage und nahm sich Zeit. Die ZSPA ist neben dem Schulsport Treffpunkt für Fußball, Leichtathletik, Nordic-Walking, Herzsportgruppe und vieles mehr. Es wurde auch deutlich, dass die letzte Generalsanierung der zentralen Sportanlage im Jahr 1993/94 erfolgte. Über drei Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Im Winter müssen Fußballer aus der VG Wissen auf bespielbare Kunstrasenplätze in NRW wie z.B. Holpe oder nach Kroppach und Hamm ausweichen. Die Tartanlaufbahn in Hamm wird regelmäßig von den Leichtathleten zu Trainingszwecken genutzt, da Laufwettkämpfe nur auf Tartanbahnen ausgetragen werden. In der Fußball-Rheinlandliga sind die Spiele in Wissen die einzigen, die noch auf einem Hartplatz ausgetragen werden.

Während alle Verbandsgemeinden im Kreis AK seit Jahren über ein Kunstrasenfeld verfügen (in Nachbargemeinden in NRW fast jedes kleine Dorf – VG Morsbach sogar über drei Kunstrasenspielfelder in Holpe, Morsbach und Wallerhausen), hat man in der VG Wissen die Entwicklung an diesem Punkt versäumt. Das unterstrich auch CDU-Vorsitzender Robert Leonards: „Wir sind heute hier, um zu erfahren, wo der Schuh drückt und wie wir konkret helfen können. Wir stehen als CDU Wisserland klar hinter dem Kunstrasenfeld und der Tartanlaufbahn und hoffen, dass die Finanzierung gelingt. Wichtig ist jetzt Fördermöglichkeiten gezielt zu nutzen und auch in Kreis und Land auf die Bedeutung der zentralen Sportanlage aufmerksam zu machen.“

Albert Rödder und Sebastian Papenfuß, beide lange Jahre fußballerisch unterwegs und in den Fraktionen in VG und Stadt aktiv, unisono: „Wissen ist Schulstandort und Heimat für viele Vereine. Ein Kunstrasenplatz und eine Tartanlaufbahn sind ausdrücklich kein Luxus! Nur mit diesen Einrichtungen kann unsere Zentrale Sportanlage durch Vereinen und Schulen noch intensiver genutzt werden. Alle Sportler brauchen diese Perspektive! Es war richtig den Sportstättenplan für die Verbandsgemeinde mit dem Trierer Sportstätteninstitut aufzustellen und die Vereine und Schulen aktiv mit einzubeziehen.“

Die Verantwortlichen des VfB leisten zudem Vieles im Ehrenamt. So wurden beispielsweise neue Fußballtore, Trainerbänke an beiden Plätzen und für die Leichtathletik eine neue Hochsprunganlage oder eine Abdeckung für die Weitsprunganlage angeschafft. Diese Investitionen aus Vereinsmitteln kommen allen Nutzern des Stadions zugute. Die Tribüne wurde in Eigenregie neu gestrichen. Um den Nachwuchs muss man sich derzeit keine Sorgen machen – insbesondere in der gemeinsamen Jugendspielgemeinschaft (JSG) Wisserland hat man aktuell genügend junge Talente. „Ihnen fehlt jedoch die sportliche Perspektive zu bleiben! Wir brauchen die Hilfe von Land, Kreis, Verbandsgemeinde und privaten Sponsoren“, so Peter Schwan vom VfB.

Der VfB Wissen hat die CDU Wisserland überzeugt, dass er dazu eine Vorreiterfunktion einnehmen will und sich gemeinsam mit den Schulen und der Stadt sowie VG Wissen auf den Weg machen wird.  Bürgermeister Berno Neuhoff: „Wer am Ziel ankommen will, muss sich auf den Weg machen. Wir müssen gemeinsam alles versuchen. Der Sponsorenlauf für das Kleinspielfeld hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial wir im Wisserland haben. Das ist unser größtes Pfund.“

CDU-Vorsitzender Robert Leonards, zugleich Mitglied im Sportausschuss des Kreises Altenkirchen: „Der erste wichtige Meilenstein ist der 6. Mai. Dann tagt der Sportausschuss des Kreises in der zentralen Sportanlage. Hier geht es auch um die sportliche Zukunft im Wisserland. Es ist wichtig, dass wir mit der ZSAP auf Platz eins der Prioritätenliste des Kreises landen! Schließlich dient unsere Sportanlage, tausenden von Menschen, aus unseren fünf Schulen, unseren Wissener Vereinen, zu denen natürlich auch der VfB gehört sowie allen anderen Nutzern. Hier wird mit tollen Übungsleitern eine vorbildliche Jugendarbeit geleistet.“

Die Drainage der Laufbahn im Stadion ist knapp 70 Jahre nach ihrem Bau komplett marode und sorgt bei Regen dafür, dass sich das Rund eher für Schwimm- als für Laufwettbewerbe eignet.

(c) Fotos: Berno Neuhoff, Annika Deger-Schwan. (c) Text: Robert Leonards / CDU Wisserland.