VfB Wissen – Spfr. Eisbachtal: Ein Duell mit über 50-jähriger Tradition

Am kommenden Samstag um 16:00 Uhr steht im Dr.Grosse-Siegstadion mal wieder ein Heimspiel des VfB Wissen gegen die Sportfreunde Eisbachtal an. Dieses Duell gibt es schon seit Anfang der 70er Jahre, als die Eisbachtaler zum ersten Mal in die Rheinlandliga aufstiegen. Schon in der Saison 1971-72 stritten sich beide Teams um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga. Die Westerwälder setzten sich durch, der VfB ging als Vizemeister durchs Ziel, nachdem es am vorletzten Spieltag im direkten Vergleich ein dramatisches 2:2-Remis gegeben hatte.

Die Geschichte wiederholte sich in der Saison 1989/90, als gleich drei Vereine an der Spitze der Rheinlandliga die Runde punktgleich abschlossen. Resultat war eine Dreierrunde um den Titel, in der die SG Betzdorf nach Niederlagen in Eisbachtal (1:2) und gegen Wissen (0:1) schnell aus dem Rennen war. So kam es am 6.Juni 1990, unmittelbar vor dem Beginn der Fußball-WM in Italien, zum Showdown im Dr.Grosse-Siegstadion. Dabei reichte den Gästen wegen des mehr erzielten Tores bereits ein Unentschieden zum Sprung in die Oberliga.

Das Match zog die Massen an und hatte mit 4.200 Zuschauern die beste Punktspiel-Kulisse eines VfB-Heimspiels in den vergangenen 40 Jahren. Eisbachtal ging durch Dirk Zühlke (21.) in Führung, Volkmar Wollny glich noch vor der Pause zum 1:1 (31.) aus. So waren die Vorzeichen für die zweite Hälfte gesetzt: Der VfB rannte an und bemühte sich um das ersehnte zweite Tor, die Eisbachtaler konterten und setzten in Person von Marc Volke den entscheidenden Treffer zum 1:2-Endstand. Damit war dem scheidenden VfB-Trainer Günter Oettgen in seinem letzten Spiel nach drei Jahren an der Wissener Bande ein erfolgreicher Abschluß versagt.

Das Happy-End aus blau-weißer Sicht gab es dann erst ein Jahr später, als wieder der letzte Spieltag alles entschied. Diesmal aber gelang ein 2:1-Sieg gegen Leiwen und der Wiederaufstieg in die Oberliga war perfekt. Die nachfolgenden Bilder zeigen Spielszenen mit Albert Hilger, Stefan Löffler und Armin Bohn sowie die Veranschiedung von Trainer Günter Oettgen. (c) Fotos: balu / Manfred Böhmer